Michael Kienzer

Logik und Eigensinn

Michael Kienzer markiert eine signifikante Position in der österreichischen Gegenwartskunst. Er beschäftigt sich mit dem Wandel von Sehgewohnheiten, die er anhand eines minimalistisch geprägten, skulpturalen Formenvokabulars bricht und in ihre haptischen, semantischen und kommunikativen Elemente zerlegt. Das Publikum nimmt er dabei mit auf eine Reise in die scheinbar feststehenden Konstruktionen von Alltagswissen.

 

Der vorliegende Katalog begleitet Michael Kienzers Einzelausstellung im Space01 des Kunsthauses Graz, für die er – nach Sol LeWitt und Pedro Cabrita Reis – eine riesige Skulptur geschaffen hat. Einem wild gewordenen Zeichen strich gleich spannt sie den Raum auf, vermisst ihn und hinterfragt ihn kritisch. Im Kontext weiterer aktueller Arbeiten stellen sich Fragen nach der Bedeutung des Partizipativen in der Skulptur, dem Unvollendeten sowie nach Vor- und Nachbildern.

 

Neben einem ausführlichen Bildteil und zahlreichen Installationsansichten beinhaltet der Katalog ein Vorwort von Peter Pakesch und ein Gespräch zwischen der Kuratorin Katrin Bucher Trantow und dem Künstler. In seinem Textbeitrag legt Franz Thalmair dar, wie sich in Kienzers Werk durchgehend eine interpretative Offenheit ablesen lässt. Nicola Trezzi stellt in seinem Aufsatz die These nach einer inneren Verwandtschaft im Schaffen von Leonardo da Vinci und Michael Kienzer auf.
 

Verlag Czernin, Wien 
Deutsch/Englisch, 176 Seiten, € 29,90
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