Karl Neubacher

Karl Neubacher zählt zu den Pionieren der Avantgarde bzw. Konzeptkunst in Graz. Als Grafiker realisierte er maßgebliche Arbeiten, etwa für den steirischen herbst, das Schuhandelsunternehmen HUMANIC und die Kunstzeitschrift pfirsich (als Mitglied der Kunstproduzentengruppe pool). 
Seine legendären Plakate entstanden auf der Grundlage künstlerischer Konzepte und wurden international bekannt und ausgezeichnet, etwa mit dem Graphic Design Excellence Award, icograda. Die Zusammensicht von Gebrauchskunst und strengen Formen der bildenden Kunst erzeugte ein einzigartiges Spannungsfeld, das für Neubachers künstlerische Praxis in den 1960er- und 70er-Jahren bestimmend wurde.

 

Zentral in Neubachers Kunst war die Beschäftigung mit dem eigenen Körper – in Performances setzte er ihn direkt ein, er begriff ihn aber auch als Bild in Fotografie und Film: Neubacher wurde zur „öffentlichen Kunstfigur“. Seine in den 1970er-Jahren entstandenen Kurzfilme sind ein Produkt des Ringens nach der Gültigkeit des künstlerischen Ausdrucks zwischen Radikalität und Realitätsbezug.

 

Neben zahlreichen Abbildungen und einer DVD mit dem KurzfilmZimmerlinde (1975) enthält der Katalog ein Vorwort von Peter Pakesch, Texte von Kurator Günther Holler-Schuster, Orhan Kipcak, Horst Gerhard Haberl, Bogdan Grbic und Klaus Hoffer.

 

AMBRA Verlag, Wien
240 Seiten, DVD, Deutsch/Englisch, € 29,76

 

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