Wo siedeln sich Klöster an?

Klosterstandorte werden nicht willkürlich gewählt. Wie Burgen sind Klöster die Großprojekte ihrer Zeit, deren Realisierung Planung und Logistik verlangt. Erste Voraussetzung für eine Gründung ist ein landesherrliches Privileg, das „verbrieft“, also verschriftlicht sein muss. Das Interesse eines Landesherrn an einer Klosterniederlassung liegt nicht zuletzt darin, dass die Mönche dank ihres Bildungsvorsprungs ebenso kompetente wie effiziente Partner für die Erschließung ganzer Regionen sind. Für die geistlichen Gemeinschaften muss die künftige Lage zur Lebensweise passen, wie sie die jeweilige Ordensregel festlegt. 

 

Ein weiterer Aspekt ist die Wirtschaftlichkeit: Klöster sind Grundbesitzer und damit autarke Großbetriebe. Wo sie sind, werden Wälder gerodet und Felder angelegt. Wasserreiche Täler werden für die Fischzucht genutzt. Mönche agieren dabei als Agrarmanager. Für die Umsetzung ihrer Konzepte und Vorgaben sorgen die Arbeitnehmer*innen der damaligen Zeit: die unfreie bäuerliche Bevölkerung. 
 

Interview: Dr. Mija Oter Gorenčič, Slowenische Akademie der Wissenschaften und Künste (SAZU), Ljubljana Video: Walter Schaidinger 2020/10/08, Kartause Žiče/Seitz
Intervju: Dr. Mija Oter Gorenčič, Slovenska akademija znanosti in umetnosti (SAZU), Ljubljana. Videoposnetek: Walter Schaidinger 2020/10/08, Charterhouse Žiče/Seitz

Museum für Geschichte

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9800
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Öffnungszeiten


Di-So, Feiertag 10 - 18 Uhr

 

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10. April 2023
1. Mai 2023
29. Mai 2023

24. bis 25. Dezember 2022
1. Jänner 2023
21. Februar 2023
24. bis 25. Dezember 2023