Werner Reiterer

See that Sound! Hear that Image! | Licht 2017

21.04. - 04.06.2017

Bildinformationen

Laufzeit

21.04. - 04.06.2017

Veranstaltet von

Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark

Treffpunkt

Uhrturm, Schlossberg Graz

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Über das
Projekt

Das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark widmete sich 2017 dem Thema Licht. Acht Künstler*innen/Künstler*innengruppen setzten jeweils ein Projekt in der Inneren Stadt Graz um.


Sobald die Lichter angehen und der Uhrturm, das Grazer Wahrzeichen, in nächtlicher Pracht erstrahlt, wird auch sein Glockenschlag sichtbar gemacht. Die Beleuchtung wird mit jedem Ton der Glocke auf 20 % Lichtstärke reduziert und anschließend sofort wieder hochgefahren. Mit zunehmender Entfernung treten Klang und Bild auseinander wie Blitz und Donner eines entfernten Gewitters, denn Schall und Licht bewegen sich unterschiedlich schnell. So wird die öffentliche Zeitordnung im Regelmaß der Stundenglocke kurzfristig irritiert, wenn der Uhrturm im Wechsellicht zu „flackern“ beginnt.

Der Kern des Gebäudes auf der Kante des Schlossbergs entstand im 13. Jahrhundert, in seiner heutigen Gestalt wacht der Uhrturm seit 1560 über die Stadt. Die Stundenglocke stammt aus dem Jahr 1382. Daneben hängen die Feuerglocke (1645) und die Armesünderglocke, die ab ca. 1450 für Hinrichtungen dienstbar war und im 19. Jahrhundert die Sperrstunde einläutete. So lange gibt es bereits eine öffentliche Zeitverkündung in Graz. Die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) wurde als grenzübergreifende einheitliche Zeitmessung erst 1893 beschlossen. Häufig genug verrutscht uns die Zeit in der Geschwindigkeit des Alltags, noch nie jedoch wurde das Zeitmaß in Klang und Bild so originell veranschaulicht.

Werner Reiterer, geboren 1964 in Leibnitz, lebt in Wien.

LICHT 2017

Das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark widmete sich 2017 dem Thema Licht. Acht Künstler*innen/Künstler*innengruppen setzten jeweils ein Projekt in der Inneren Stadt Graz um.

Das Künstlerkollektiv Plex Noir (D) erarbeitete für das Joanneumsviertel eine interaktive Licht- und Klanginstallation, deren Intention die Auseinandersetzung mit dem Hof des Joanneums als Ort städtischen Lebens ist.

Im Innenstadtraum von Graz werden mehrere Arbeiten von Kunstschaffenden wie Atelier van Lieshout (NL), Atisuffix (IT), Manfred Erjautz (A), Werner Reiterer (A), Liddy Scheffknecht (A) und Johannes Vogl (D) zum Thema „Ressource Licht“ zu sehen sein.

Für den Eingangsbereich des Museums im Palais Herberstein entwickelt Brigitte Kowanz (A) eine spezifische permanente Arbeit, die das Entree optisch öffnet und entsprechend erfahrbar macht.