Liddy Scheffknecht

Ohne Titel (Mica) | Licht 2017

21.04. - 04.06.2017

Bildinformationen

Laufzeit

21.04. - 04.06.2017

Veranstaltet von

Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark

Treffpunkt

Juwelier Schullin, Herrengasse 3, Passage zum Innenhof

Alle anzeigen

Über das
Projekt

Das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark widmete sich 2017 dem Thema Licht. Acht Künstler*innen/Künstler*innengruppen setzten jeweils ein Projekt in der Inneren Stadt Graz um.


Der Schatten eines jungen Mannes, der auf seinem Skateboard balanciert, bewegt sich leicht, wenn man genau hinschaut. Sein Bild steht still, sein Schatten erwächst aus dem Nichts, dreht sich langsam wie mit dem Sonnenlauf um sich selbst und verschwindet wieder unter dem Skateboard. Es bleibt unklar, wie dieser Schatten entsteht, bis der Blick in die Auslage des Juweliergeschäfts fällt, wo ein Videoprojektor aufgebaut wurde. Die Künstlerin behandelt das Thema Licht anhand seines Gegenstücks, dem Schatten, der in aufwändiger Weise künstlich hergestellt wurde. Die Fotografie wurde in einem 3D-Programm nachgebaut, der Skateboardfahrer dreidimensional modelliert und eine Lichtquelle animiert. Der so entstandene sich bewegende Schatten wurde als Videodatei ausgegeben, die von der Warenauslage des Geschäftes heraus präzise synchronisiert auf das Foto projiziert wird. Fixes Bild und bewegtes Schattenbild verschmelzen zu einer artifiziellen Einheit. Unter Umständen steht man sogar selbst im Lichtstrahl, wirft einen Schatten und schaut fasziniert der Entstehung des künstlichen Schattenspiels im Hofdurchgang zu.

 

Liddy Scheffknecht, geboren 1980 in Dornbirn, lebt in Wien.

liddyscheffknecht.net

LICHT 2017

Das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark widmete sich 2017 dem Thema Licht. Acht Künstler*innen/Künstler*innengruppen setzten jeweils ein Projekt in der Inneren Stadt Graz um.

Das Künstlerkollektiv Plex Noir (D) erarbeitete für das Joanneumsviertel eine interaktive Licht- und Klanginstallation, deren Intention die Auseinandersetzung mit dem Hof des Joanneums als Ort städtischen Lebens ist.

Im Innenstadtraum von Graz werden mehrere Arbeiten von Kunstschaffenden wie Atelier van Lieshout (NL), Atisuffix (IT), Manfred Erjautz (A), Werner Reiterer (A), Liddy Scheffknecht (A) und Johannes Vogl (D) zum Thema „Ressource Licht“ zu sehen sein.

Für den Eingangsbereich des Museums im Palais Herberstein entwickelt Brigitte Kowanz (A) eine spezifische permanente Arbeit, die das Entree optisch öffnet und entsprechend erfahrbar macht.