Atelier van Lieshout

Puls | Licht 2017

21.04. - 04.06.2017

Bildinformationen

Laufzeit

21.04. - 04.06.2017

Veranstaltet von

Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark

Treffpunkt

Kapistran-Pieller-Platz (linkes Mur-Ufer, bei der Hauptbrücke), 8010 Graz

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Über das
Projekt

Das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark widmete sich 2017 dem Thema Licht. Acht Künstler*innen/Künstler*innengruppen setzten jeweils ein Projekt in der Inneren Stadt Graz um.


Licht bedeutet Leben. Ein Leuchtturm bedeutet Überleben. Erlischt sein Licht, drohen Schiffe an Klippen zu zerschellen. Der Turm steht auf dem Kapistran-Pieller-Platz neben der Hauptbrücke. Stetig sanft im menschlichen Herzrhythmus pulsierend strahlt er dann lichtstarke Signale aus, wenn in Graz ein Kind geboren wird, um es zu begrüßen. Dies geschieht 10–15 Mal pro Tag.

Die freistehende Skulptur ist aus bronzefarbigem Stahl und Glas gefertigt wie eine elegant moderne Variante des klassischen Leuchtfeuers der Schifffahrt. Das rechteckige Lampenhaus sitzt hoch auf dem schmalen Vierkantpfeiler. An ihrer Seite hängt eine Glocke, die nur bei Bedarf zum Einsatz kommt. Ein Algorithmus legt fest, wann das Pulsieren in ein kurzes Willkommensleuchtfeuer übergeht.

Der Platz beim historischen äußeren Murtor zur Inneren Stadt wurde um 2000/2010 dem Franziskanerpater Kapistran Pieller gewidmet, der sich gegen die Nationalsozialisten gestellt hatte und dafür inhaftiert, gefoltert und kurz vor Kriegende am 15. April 1945 hingerichtet worden ist. In Erinnerung an dunkle Zeiten und im Bewusstsein der heutigen komplizierten Lage steht der Leuchtturm hier in der Stadt der Menschenrechte für ein Willkommens- und Wertschätzungszeichen jedem Leben gegenüber.

Das Atelier van Lieshout wurde 1995 in Rotterdam von Joep van Lieshout, geboren 1963 in Ravenstein/Niederlande, gegründet.

ateliervanlieshout.com

LICHT 2017

Das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark widmete sich 2017 dem Thema Licht. Acht Künstler*innen/Künstler*innengruppen setzten jeweils ein Projekt in der Inneren Stadt Graz um.

Das Künstlerkollektiv Plex Noir (D) erarbeitete für das Joanneumsviertel eine interaktive Licht- und Klanginstallation, deren Intention die Auseinandersetzung mit dem Hof des Joanneums als Ort städtischen Lebens ist.

Im Innenstadtraum von Graz werden mehrere Arbeiten von Kunstschaffenden wie Atelier van Lieshout (NL), Atisuffix (IT), Manfred Erjautz (A), Werner Reiterer (A), Liddy Scheffknecht (A) und Johannes Vogl (D) zum Thema „Ressource Licht“ zu sehen sein.

Für den Eingangsbereich des Museums im Palais Herberstein entwickelt Brigitte Kowanz (A) eine spezifische permanente Arbeit, die das Entree optisch öffnet und entsprechend erfahrbar macht.