Guardisaal, Retraite und Antecamera

Räume, die niemand mehr kennt

07.05.2017

Bildinformationen

Datum

07.05.2017

Uhrzeit

15:00 - 16:30

Ort

Schloss Eggenberg

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Über die
Veranstaltung

Auch das Innere eines Schlosses birgt eine Vielzahl von verschlüsselten Informationen. Wegführung und Treppenläufe, Raumfolgen und Einrichtung waren niemals dem Zufall überlassen.


Zusatzinformationen

Termin: 07.05.2017, 15 Uhr

Treffpunkt: Schloss Eggenberg, Shop

Max. 30 Teilnehmer/innen

Dauer: ca. 90 min.

 

Führung mit Mag. Paul Schuster

Exklusiv für "Club Schloss Eggenberg"-Mitglieder

 

 

Auch das Innere eines Schlosses birgt eine Vielzahl von verschlüsselten Informationen. Wegführung und Treppenläufe, Raumfolgen und Einrichtung waren niemals dem Zufall überlassen.  Vieles davon ist jedoch für den modernen Betrachter unsichtbar und nicht mehr verständlich. Der Versuch, solche Codes wieder lesbar zu machen, entführt uns in die Welt des barocken Zeremoniells. Wir betreten die ebenso prunkvolle wie gefährliche Bühne höfischer Repräsentation, auf der ein einziger falscher Schritt über ein ganzes Schicksal entscheiden konnte. Zeremonialräume bildeten die Bühnenbilder für solch höfische Dramen. Sie ermöglichten die minutiös festgelegte Interaktion einer höfischen Gesellschaft, die sich selbst als Inbegriff der zivilisierten Welt begriff.

 

In Schloss Eggenberg ist die Anordnung der 24 fürstlichen Zeremonial- oder Prunkräume ungestört erhalten und lesbar geblieben. Die Einrichtung des 18. Jahrhunderts führt uns dabei auch die veränderten Bedürfnisse einer neuen, jüngeren Generation vor Augen.

 

Dieser Rundgang führt Sie auf die Spuren einer barocken Audienz, vom ersten Treppenansatz an, durch den „grossen Saal, wo Ihrer Majestät Leib-Wacht stunde“, durch unterschiedliche „Antecamere“ bis zum „Audienzzimmer“ oder „Verhörsaal“. Aber auch die Rolle eines „Paradebetts“, die Vorteile eines „offenen Appartements“ oder das Schlafzimmer der letzten Fürstin Eggenberg möchten wir Ihnen nicht vorenthalten.