18. Februar 2019 / Romana, Sabrina, Stefan

Unsere Diplomarbeit mit dem Kunsthaus Graz

Joanneum Digital | Kunsthaus Graz

Romana Kager, Sabrina Lödler, Stefan Rausch, Schüler/innen der HLW Schrödinger, über ihr Diplomarbeits-Projekt mit dem Kunsthaus Graz.

Wie sollten wir unsere Diplomarbeit am besten beginnen? Sollen wir über Ernährung oder doch lieber über Gästebetreuung schreiben? Nein, nach langem Hin und Her hatten wir uns entschieden: Wir schreiben über soziale Medien. Doch dafür benötigten wir zuerst einen Kooperationspartner, welcher uns dabei unterstützt.

Anfangs waren wir uns zwar noch unsicher, wer uns bei so einem Projekt unterstützen könnte und wo wir mit der Suche nach einem Partner überhaupt anfangen sollten. Es war nicht gerade leicht, jemanden zu finden, doch dank unserer Betreuungslehrerin, Frau Prof. Scheiber, hatten wir die Möglichkeit, uns mit dem Kunsthaus-Team zu treffen und über unser Vorhaben zu diskutieren. Besser hätte es für uns drei nicht laufen können, denn wir alle kannten das Kunsthaus und besuchten bereits einige Ausstellungen.

Am Anfang steht das Konzept

Vor unserem ersten Treffen mit unseren Ansprechpartnern Anita Brunner-Irujo vom Universalmuseum Joanneum und Dietmar Muchitsch von der Social-Media-Agentur Cloudthinkn waren wir sehr nervös. Sie halfen uns, einen Überblick zu bekommen und brachten auch die Idee für unser Projekt auf: Eine Online-Kampagne für die Congo Stars-Ausstellung im Kunsthaus Graz, welche im Jänner 2019 auf Instagram gepostet werden sollte.

Nachdem wir uns schon mit Instagram auskannten, entwarfen wir ein Exposé, wie wir unsere Posts und Storys aufbereiten könnten. In unserem Konzept entschieden wir, worüber wir die User informieren wollen und wie wir es schaffen könnten, diese miteinzubeziehen. Es war für uns eine kleine Herausforderung, einen Entwurf zu konzipieren, um damit auch die Anforderungen einer Plattform wie Instagram und unserer Kooperationspartner zu erfüllen. Die Zusammenarbeit mit der Agentur lief super. Wir versendeten unsere Vorschläge und kurze Zeit später kam ein neuer Denkanstoß des Agentur-Teams zurück – so entstand schlussendlich unser fertiges Konzept. Dank der zahlreichen Tools, welche Instagram zur Verfügung stellt, hatten wir die Möglichkeit, Abstimmungen und Fragen in unseren Storys zu veröffentlichen.

Produktion und Veröffentlichung

Damit wir auch die passenden Fotos für unsere Kampagne bekommen, hatten wir die Möglichkeit, mit Mitarbeitern der Agentur die Congo Stars-Ausstellung zu besuchen und Fotos zu machen, die wir benötigten. Wir drei haben zuvor eine Checkliste vorbereitet, die wir nach und nach abgearbeitet haben. Mit der Zeit fanden sich vor Ort auch neue Ideen, die wir sofort in die Tat umsetzten. Fotos, Videos und auch einen Boomerang wurde für unser Projekt geschossen.

Wir drei haben an diesem Nachmittag viele neue Erfahrungen gesammelt. Romana hat sich nach kurzer Zeit dazu entschieden, mit den Tänzern aus dem Kongo (die man über einen Screen sehen konnte) mitzutanzen. Stefan übernahm die Produktion der Fotos mit der Spiegelreflexkamera und Sabrina nutzte ihr Handy, um die zahlreichen Instagram-Funktionen miteinzubinden. Nachdem wir fertig waren, hatten wir über 200 Fotos, welche wir dann bearbeiteten und den Mitarbeitern der Agentur zur Verfügung stellten. Diese bereiteten unseren Text und die Bilder für die Instagram-Storys auf und übernahmen die Bewerbung der Beiträge, damit diese von möglichst vielen Personen gesehen werden. Unsere Storys wurden nach und nach vom 14.1. bis 23.1.2019 gepostet. Jeden Tag haben wir auf unsere Storys gewartet und waren sehr gespannt, wie unser Instagram-Takeover beim Publikum ankommt.

 

Dieses Projekt war perfekt für uns: Wir bekamen einen Einblick ins Kunsthaus und hatten auch die Möglichkeit, hinter den Kulissen mitzuwirken. Vor einem Jahr haben wir diese Kooperation begonnen, ohne zu wissen, was eigentlich auf uns zukommen wird. Wir haben in dieser Zeit neue Menschen kennenlernen dürfen und uns neues Wissen angeeignet, das uns niemand mehr nehmen kann. Es gab auch eine Phase, in der wir dachten, wir würden es nicht schaffen – aber wir haben immer versucht, unser Bestes zu geben, und sind schlussendlich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und unserem Erfolg.

Die Stories kannst du auf Instagram nachschauen.

Zum Schluss die Erfolgsanalyse

  • Laufzeit: 14.1.–23.1.2019
  • Beiträge: 34 Beiträge zu Congo Stars, tlw. mit 50 User-Interaktionen (Abstimmung JA/NEIN)
  • Reichweite: 320–420 Personen haben die einzelnen Beiträge gesehen
  • Impressionen: über 10.000 Mal wurden alle Beiträge zusammen angezeigt
  • Zielgruppe: Man kann diese nicht genau auswerten, aber anhand der Profilbilder waren die User zwischen 17 und 24 Jahre alt.

Wir freuen uns sehr über den Erfolg der Aktion und die rege Beteiligung der Instagram-Community! Schlussendlich bedanken wir uns noch recht herzlich bei unserer Betreuerin Anita Brunner-Irujo vom Universalmuseum Joanneum und der Social-Media-Agentur Cloudthinkn für die Unterstützung! Ohne diese gute Zusammenarbeit wäre unser Projekt nicht möglich gewesen!

 

Kategorie: Joanneum Digital | Kunsthaus Graz
Schlagworte: Kunsthaus Graz | Social Media


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