Hangl: Vision_Revision_II

Hangl: Vision_Revision_II

23. August 2016 / Barbara Steiner

Freie Kunst versus Auftragskunst

Kunsthaus Graz | Museumsalltag

In den Bereichen Architektur und Design stehen Aufträge an der Tagesordnung. In der bildenden Kunst schaut man eher verschämt auf Beauftragungen, obwohl diese ebenfalls die Lebensgrundlage vieler Künstler/innen bilden.

Ich kenne einige Fotografinnen und Fotografen, die regelmäßig  im Auftrag arbeiten und sich so ihre selbst initiierten Projekte finanzieren. Manche Künstler/innen machen in ihrer Praxis überhaupt keinen Unterschied zwischen Aufträgen und selbst initiierten Projekten. So sind etwa die „Auftragsfilme“ von Isa Rosenberger – für das Skirball Center in Los Angeles ebenso wie für das Diözesanmuseum in Wien – von den selbst initiierten Projekten nicht zu unterscheiden. Die Künstlerin macht sich den jeweiligen Auftrag buchstäblich zu eigen. Ich habe Isa Rosenberger, Anna Meyer, Tristan Schulze, Škart, Oliver Hangl, Julia Gaisbacher und Arthur Zalewski beauftragt, sich im Rahmen der Ausstellung zum steirischen herbst 2017 mit Veränderungen von einst zu heute auseinanderzusetzen. Sie untersuchen mit Mitteln des Films, der Fotografie, Performance und Malerei, was aus bestimmten Ideen und damit verbundenen Haltungen geworden ist, wie sich gesellschaftliche Ansprüche verschoben haben und was bleibt. Im Grunde genommen nehmen die Künstler/innen eine kommentierende Rolle ein: Sie schauen mit zeitlicher und medialer Distanz auf die Arbeiten der Architekten.

Foto: Oliver Hangl, Montage Alte Poststraße, 2010, © Oliver Hangl,

Kategorie: Kunsthaus Graz | Museumsalltag
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