Artists in Residence

Der Österreichische Skulpturenpark lädt nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler sowie Kunstklassen zur Auseinandersetzung mit dem Park und Entwicklung eigener Werke für die Sammlung „Österreichischer Skulpturenpark“ ein.


Durch wechselseitige Nutzung von Synergien des Programms im Skulpturenpark bzw. der Atelierprogramme des Landes Steiermark entstehen wesentliche Vorteile, die in der Nutzung der Wohnateliers des Landes Steiermark bzw. der Nutzung der hervorragenden Bibliothek von Kunst im öffentlichen Raum/Skulpturenpark bzw. deren kuratorischer Kompetenz, die in Fällen besonderer inhaltlicher Übereinstimmung beansprucht werden kann, liegen.

 

 


Jun Yang

Das Eis des Kaisers von China, 2018/2019

19.05.-31.10.2019


Eröffnung: Frühlingsfest im Österreichischen Skulpturenpark, 19. Mai 2019, 14 Uhr

Kooperation mit dem Kunsthaus Graz

Kuratiert von: Elisabeth Fiedler
Co-Kurator: Birgit Bauernfeind

Im Österreichischen Skulpturenpark südlich von Graz wurde Ende November 2018 ein Eisblock in der Größe von 1m3 in einer Holzkiste verpackt und in ein vorbereitetes Erdloch versenkt. Dabei handelt es sich um das Artist-in-Residence-Projekt des in Wien lebenden Künstlers Jun Yang, der sich in seinem Werk mit den Themen Transfer kultureller Errungenschaften und Mythenbildung beschäftigt. Ausgehend vom Mythos, dass Marco Polo von seinen Reisen nach China das Wissen um die Herstellung von Eis zum Verzehr und dessen Erhalt bis in den Sommer hinein nach Europa mitgebracht habe, stellt der Künstler diese Methode nach. Parallel zeigt das Kunsthaus Graz ab 14. Februar 2019 eine große Personale Jun Yangs.

 

Warum die Kiste vergraben wurde

Die Faszination am Mythos, der Händler und Entdecker Marco Polo hätte von seinen Reisen nach China Speisen wie Pizza, Spaghetti und Speiseeis sowie das Wissen um deren Herstellung mit nach Europa gebracht, führte den österreichisch-chinesischen Künstler an das Projekt heran. Im Besonderen interessierte ihn, wie Eis bis in den Hochsommer haltbar gemacht wurde, um es dem Kaiser von China gehobelt mit Sirup oder Früchten zu servieren. Dieser Methode, die von China nach Rom und durch Katharina von Medici nach Paris gelangte und so den Genuss von Speiseeis in Europa verbreitete, geht das Artist-in-Residence-Projekt 2019 im Österreichischen Skulpturenpark nach. Dafür wurde Ende November 2018 ein 1m³ großer Eisblock in einem Erdwall im Österreichischen Skulpturenpark vergraben, der beim Frühlingsfest des Skulpturenparks am 19. Mai 2019 performativ wieder ausgegraben wird.

„Dieses außergewöhnliche Kunstprojekt ist so interessant, weil weder wir noch der Künstler Jun Yang das Resultat kennen. Mit Spannung erwarten wir das Ergebnis im Mai 2019“, so die Leiterin des Österreichischen Skulpturenparks Elisabeth Fiedler.

 

Was damit in Zukunft passiert

Der Eisblock befindet sich in einer Holzkiste und wurde in ein 1,3m³ großes verschaltes Erdloch versenkt. Der Zwischenraum zwischen Verschalung und der Erde wurde mit schlechten Wärmeleitern wie Asche und Stroh gefüllt und mit einer 1,7m² großen Metallplatte, die den Hinweis auf das Projekt gibt, abgedeckt. Durch dieses spannende Experiment thematisiert der Künstler wissenschaftliche Erkenntnisse, deren Umsetzung im realen Leben und Geschichtskonstruktion. Eine markante Skulptur ist sichtbares Zeichen der komplexen konzeptuellen Arbeit. Beim Fest soll es neben chinesischen Speisen eben auch gehobeltes Eis geben, das an das ursprüngliche chinesische „Baobing“ oder das japanische „Kakigori“ angelehnt ist und z. B. mit roten Bohnen, Mangofrüchten oder Matcha serviert wird.

Bildergalerie

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Österreichischer Skulpturenpark

Thalerhofstraße 85
8141 Premstätten, Österreich
T +43-316/8017-9704
skulpturenpark@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
01. April 2019 bis 31. Oktober 2019 Mo-So, Feiertag 10 - 20 Uhr


Büroadresse:

Marienplatz 1/1, 8020 Graz
Mo-Fr 9-17 Uhr

Termine auf Anfrage: 
Führungen: T +43-699/1334 6831