Federn machen Vögel

Von Sängern, Aasfressern und Sturzpiloten

04.04.-31.10.2009 10:00-17:00



Im Jahr 2009 widmet sich Schloss Trautenfels unter dem Titel Federn machen Vögel. Von Sängern, Aasfressern und Sturzpiloten der Wunderwelt der Vögel. Wie schon in früheren Ausstellungen praktiziert, nähert sich das Projektteam des Landschaftsmuseum in Schloss Trautenfels gemeinsam mit den naturwissenschaftlichen, kulturwissenschaftlichen und volkskundlichen Abteilungen des Landesmuseum Joanneum dem vielschichtigen Thema an und beleuchtet es von den unterschiedlichsten Seiten.


Wer würde nicht gerne wie ein Vogel die Welt von oben betrachten? Mit ihrer Fähigkeit zu fliegen, vermitteln Vögel als Symbolgestalten zwischen Himmel und Erde Gefühle wie Freiheit und Unabhängigkeit. Das Federkleid mit seinen unterschiedlichsten Farben, Funktionen und Formen ist für das vielfältige Erscheinungsbild der Vögel ausschlaggebend. Die Ausstellung widmet dieser Hornsubstanz einen Schwerpunkt und vermittelt den BesucherInnen die besonderen Eigenschaften von Federn.
Anhand der immer aktuellen Frage „Was war zuerst da - die Henne oder das Ei?" werden außerdem die Entstehung der Vögel und deren Evolution thematisiert.


Wunderwerk Feder
Gemeinsam mit dem Körperbau verleiht unter anderem die Feder den Vögeln die Fähigkeit, sich über die Erde zu erheben und zu fliegen. Vögel unterscheiden sich von anderen Tieren durch die Einmaligkeit ihrer Federn. Abhängig von der Vogelart kann sich ein Gefieder aus bis zu 30.000 Federn unterschiedlicher Farbe und Form zusammensetzen. Zu den wichtigsten Federn zählen jene der Flügel. Sie müssen über große Festigkeit, geringes Gewicht und Biegsamkeit verfügen.


Stammen die Vögel von den Dinosauriern ab?
Während die schwerfälligen Flugsaurier mit ihren Hautflügeln nur bedingt flugfähig waren, konnte beim vor 150 Millionen Jahren lebenden Archaeopteryx erstmals ein Federkleid nachgewiesen werden, das dieser wahrscheinlich zum Gleitflug nutzte. In der wissenschaftlichen Diskussion ist man sich heute allerdings uneins, ob die Entstehung der Federn eher in der Funktion der Thermoregulierung oder ursächlich doch im Fliegen zu sehen ist. In den darauf folgenden Jahrmillionen kam es zu einer sprunghaften Zunahme der Vogelarten.


Die Geier kreisen wieder
Die seit 1986 im Nationalpark Hohe Tauern wieder angesiedelten Bartgeier legen ebenso wie Gänsegeier oft mehrere hundert Kilometer Entfernungen am Tag zurück und zeigen sich auch immer öfter in der Obersteiermark. Sie zählen zwar zu den Greifvögeln, schlagen aber keine Beute, sondern ernähren sich überwiegend von den Knochen verendeter Tiere. Da man bis ins 20. Jahrhundert hinein annahm, dass beispielsweise Bartgeier sogar Kinder raubten, wurde diese Vogelart bis zur Ausrottung gejagt. Interessante Details zu ihrer tatsächlichen Lebensweise, wie auch individuelle Besonderheiten zahlreicher anderer Arten werden in der Ausstellung thematisiert.


Mensch und Vogel
Darstellungen von Vögeln in der Kunst, der Religion und im Brauchtum sind zahlreich und stehen zumeist in einem symbolischen oder mythologischen Zusammenhang. Schon seit vorchristlichen Zeiten war der Mensch von Vögeln und vom Fliegen fasziniert. Man glaubte, Vögel seien die Überbringer der Seele und besäßen entsprechend magische und mystische Kräfte. Die interessanten Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Vogel werden in den Bereichen Mythos und Aberglaube, Symbolik und Brauch, Volkslied, Vogelfang, Kunst und Religion thematisiert.


Die geheimnisvolle Welt der Vögel wird somit vielfältig und mit Hilfe unterschiedlichster Präparate, Bilder, Hör- und Filmstationen dargestellt, wobei auch aktuelle Fragen zum Naturschutz und neue Forschungsergebnisse einfließen.


Für unsere jungen BesucherInnen garantiert ein Quizrundgang, der alle Sinne anspricht, einen lehrreichen und lustigen Aufenthalt im Schloss. Weiters sorgen ein eigener Kinderraum für Kreative und Clevere und ein spezieller Workshop für Schulklassen mit dem Titel „Es schreibt, es schreibt ... die Feder" für einen aufregenden Museumsbesuch!


Schloss Trautenfels

Trautenfels 1
8951 Stainach-Pürgg, Österreich
T +43-3682/222 33
F +43-3682/222 33 44
trautenfels@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
06. April bis 31. Oktober Mo-So, Feiertag 10 - 17 Uhr
24. März 2018 bis 31. Oktober 2018 Mo-So, Feiertag 10 - 17 Uhr

 

Programm und weiterführende Materialien