Otto Beckmann

Autopoeme

06.11.2026 - 07.02.2027

Bildinformationen

Laufzeit

06.11.2026 - 07.02.2027

Eröffnung

05.11.2026 19:00

Ort

Neue Galerie Graz

Kuratiert von

Peter Peer

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Über die
Ausstellung

Otto Beckmann (1908-1997) war ein Pionier der Computerkunst, der sich (als einer der wenigen österreichischen Künstler) mit der Bedeutung mathematischer Regelsysteme für die Kunst auseinandergesetzt hat. Nach ersten Gedanken zur künstlerischen Formgebung auf Basis von Algorithmen Ende der 1930er-Jahre begann Beckmann in den 1960er-Jahren, Computerplastiken und -grafiken mit Unterstützung von Rechenanlagen zu kreieren. Ab 1970 arbeitete er auf seinem eigens für künstlerische Aufgaben konzipierten „Ateliercomputer“, worin die Methode der algorithmischen Formgebung u. a. auf die Generierung von Texten angwandt wurde. So wurde der Computer mit einer Vielzahl von Wörtern gespeist, die von diesem unter Beachtung der grammatikalischen Regeln zu korrekten Sätzen geformt wurden. Die Frage nach dem „Wahrheitsgehalt“ der so erzielten Ergebnisse hält sich dabei die Waage mit ihrer ästhetischen Wirkunsgkraft und verweist zugleich auf die relative Aussagekraft von Sprache im Sinne des von Ludwig Wittgenstein geprägten Begriffs des „Sprachspiels“. Die „Autopoeme“ Otto Beckmanns stehen somit auch in einer Tradition der Philosophie des 20. Jahrunderts und können u. a. als eine Variante der „konkreten Poesie“ gesehen werden.