Bruno Kreisky (Muehl)

Foto: N. Lackner/UMJ

Künstlerin: Otto Muehl

Leben: Grodnau (Bgld.) 1925 – 2013 Moncarapacho (P)  
Datierung: 1989
Technik: Siebdruck auf Papier 
Maße: 99,5 x 86 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: II/37621

Bruno Kreisky (Wien 1991–1990 Wien)

Bruno Kreisky war eine überragende Politikerpersönlichkeit der 1970er-Jahre, der die SPÖ, deren Bundesparteivorsitzender er von 1967 bis 1983 war, erstmals zur Mehrheit führte.

 

Der in Wien als Sohn einer wohlhabenden assimilierten jüdischen Familie geborene Kreisky war ab 1926 in der Sozialistischen Arbeiterjugend tätig und begann 1929 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Wien. Während seiner Studienzeit war er Mitglied der Paneuropa-Union und nahm an den Treffen ehemaliger Mitglieder der von der austrofaschistischen Diktatur 1934 verbotenen Sozialistischen Arbeiter-Jugend teil.

 

Er war Mitbegründer der Revolutionären Sozialistischen Jugend und musste aufgrund seiner illegalen Tätigkeiten zweimal – 1935 bis 1936 sowie 1938 – Freiheitsstrafen verbüßen. Von 1938 bis 1945 befand er sich im Exil in Schweden. Anschließend war er für einige Jahre als Diplomat in Stockholm tätig, bevor er Anfang der 1950er-Jahre nach Österreich zurückkehrte, wo er zuerst politischer Berater des Bundespräsidenten Theodor Körner und anschließend Staatssekretär im Bundeskanzleramt wurde.

 

Es folgte das Amt des Außenministers, in dem er sich stark für einen Ost-West-Dialog einsetzte und es dank seiner Initiative zu zwei amerikanisch-sowjetischen Gipfeltreffen in Wien kam. Seine Amtszeit als Bundeskanzler von 1970 bis 1983 war durch weitreichende Reformen gekennzeichnet, die den Ausbau des Sozialstaates ermöglichten. 1983 kam es zum Verlust der absoluten Mehrheit der SPÖ im Nationalrat und Kreisky begann sich aus der Politik zurückzuziehen.

 

Am 29.7.1990 starb Bruno Kreisky an Herzversagen und wurde mit einem Staatsbegräbnis am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. 

Neue Galerie Graz

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