Bruno Kreisky (Hoffmann)

Foto: N. Lackner/UMJ

Künstler: Peter Gerwin Hoffmann

Leben: Gröbming 1945, lebt in Graz    
Datierung: 1971
Technik: Farbstift, Tusche Papier 
Maße: 65,2 x 50,1 cm     
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: II/40324 

Foto: N. Lackner/UMJ

Künstler: Otto Muehl

Leben: Grodnau (Bgld.) 1925 – 2013 Moncarapacho (P)    
Datierung: 1989 
Technik: Siebdruck auf Papier 
Maße: 99,5 x 86 cm

Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: II/37621

Bruno Kreisky (Wien 1911 – 1990 Wien)

Bruno Kreisky war eine überragende Politikerpersönlichkeit der 1970er-Jahre, der die SPÖ, deren Bundesparteivorsitzender er von 1967 bis 1983 war, erstmals zur Mehrheit führte.

 

Der am 22.1.1911 in Wien als Sohn einer wohlhabenden assimilierten jüdischen Familie geborene Kreisky war ab 1926 in der Sozialistischen Arbeiterjugend tätig und begann 1929 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Wien. Während seiner Studienzeit war er Mitglied der Paneuropa-Union und nahm an den Treffen ehemaliger Mitglieder der von der austrofaschistischen Diktatur 1934 verbotenen Sozialistischen Arbeiter-Jugend teil. Er war Mitbegründer der Revolutionären Sozialistischen Jugend und musste aufgrund seiner illegalen Tätigkeiten zweimal – 1935 bis 1936 sowie 1938 – Freiheitsstrafen verbüßen.

 

Von 1938 bis 1945 befand er sich im Exil in Schweden. Anschließend war er für einige Jahre als Diplomat in Stockholm tätig, bevor er Anfang der 1950er-Jahre nach Österreich zurückkehrte, wo er zuerst politischer Berater des Bundespräsidenten Theodor Körner und anschließend Staatssekretär im Bundeskanzleramt wurde.

 

Es folgte das Amt des Außenministers (1959–1966), in dem er sich stark für einen Ost-West-Dialog einsetzte und es dank seiner Initiative 1961 zu einem amerikanisch-sowjetischen Gipfeltreffen zwischen John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow in Wien kam. 1979 fand ein weiteres Gipfeltreffen in Wien statt, diesmal zwischen Jimmy Carter und Leonid Breschnjew. Seine Amtszeit als Bundeskanzler von 1970 bis 1983 war durch weitreichende Reformen gekennzeichnet, die den Ausbau des Sozialstaates ermöglichten. 1983 kam es zum Verlust der absoluten Mehrheit der SPÖ im Nationalrat und Kreisky begann sich aus der Politik zurückzuziehen.

 

Am 29.7.1990 starb Bruno Kreisky an Herzversagen und wurde mit einem Staatsbegräbnis am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.

Neue Galerie Graz

Joanneumsviertel, Zugang Kalchberggasse
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9100
joanneumsviertel@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
Di-So, Feiertag 10 - 17 Uhr


Überblicksführungen
Sa, So, Feiertag, 14 Uhr (de), So, 11 Uhr (en). Zusätzliche Termine entnehmen Sie bitte dem Kalender. Weitere Führungen nach Voranmeldung.

Öffnungszeiten der Bibliothek
Di und Do 10-15 Uhr sowie nach Vereinbarung

Öffnungszeiten Café OHO!
Di-Sa 10 bis 24 Uhr

 

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