Lee Miller, Roland Penrose

Foto: N. Lackner/UMJ

Künstler: Manfred Willmann

Leben: Graz 1952, lebt in Graz    
Datierung: 1976/96
Technik: 35 C-Prints, Schaumstoffplatte    
Maße: 280 x 380 cm

Besitz: Neue Galerie Graz 
Inventarnummer: X/1872

Miller, Lee (Poughkeepsie 1907–1977 East Sussex)

Die am 23.4.1907 in Poughkeepsie (New York) geborene Elizabeth „Lee“ Miller war eine Fotografin und Fotojournalistin, deren Werke zu den wichtigsten fotografischen Arbeiten des 20. Jahrhunderts zählen.

 

1926 wurde sie als Fotomodell vom Verleger und Eigentümer der Modezeitschrift Vogue, Condé Nast, entdeckt. In den nächsten Jahren stand sie bekannten Fotografen wie Edward Steichen oder George Hoyningen-Huene für die Vogue vor der Kamera. 1929 ging Miller nach Paris, wo sie sich der Surrealisten-Szene anschloss und zur Muse und Assistentin Man Rays wurde. Besonders ihre gemeinsamen Experimente mit der Solarisation sind aus dieser Zeit bekannt.

 

Nach der Trennung von Man Ray entschloss sie sich, selbst Fotografin zu werden und betrieb zuerst in Frankreich und ab 1932 in New York ein eigenes Fotostudio. In den Jahren zwischen 1934 und 1939 lebte sie mit ihrem ersten Ehemann, dem Geschäftsmann Aziz Eloui Bey, in Ägypten, ehe sie 1939 gemeinsam mit Roland Penrose – ihrem zukünftigen Ehemann – nach London zog.

 

Ab 1944 zählte Miller zu den wenigen Frauen, die als Kriegsberichterstatterinnen arbeiteten. Sie fotografierte unter anderem die Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Dachau. Am 30.4.1945, dem Tag, an dem Hitler Selbstmord beging, ließ sie sich von David E. Sherman, nur wenige Stunden nach der Befreiung des KZs Dachau, in Hitlers Badewanne fotografieren. Nach dem Ende des Kriegs zog sie sich aus dem aktiven Bildjournalismus zurück und heiratete 1947 Roland Penrose, mit dem sie in East Sussex auf einer Farm lebte und einen gemeinsamen Sohn hatte.

 

In ihren letzten Lebensjahren litt sie unter Depressionen und Alkoholismus, am 21.7.1977 verstarb Lee Miller an einer Krebserkrankung.

 

 

Penrose, Roland (London 1900–1984 East Sussex)

Der einer strengen Quäkerfamilie entstammende, am 14.10.1900 in London geborene Roland Penrose war ein bedeutender Künstler, Kunsthistoriker, Galerist, Kurator und Kunstsammler.

 

Nach einem Architekturstudium an der Universität Cambridge entschloss sich Penrose, dessen Vater ein bekannter Porträtmaler war, ebenfalls Maler zu werden. 1922 zog er nach Frankreich, wo er neben André Breton, Paul Éluard und vielen weiteren Surrealisten auch Max Ernst kennenlernte, der den größten Einfluss auf sein Werk hatte. Penrose übernahm von ihm die Technik der Collage und der Frottage, die sein späteres Werk auszeichnen sollte.

 

In erster Ehe war Penrose mit der Dichterin Valentine Boué verheiratet, von der er sich 1936 trennte. Nach seiner Rückkehr nach London im Jahr 1936 förderte er mit seinem Engagement die englische Surrealisten-Bewegung, wodurch er in den Fokus der Kampagne gegen die abstrakte Kunst rückte.

 

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges meldete er sich freiwillig beim Luftschutz und unterrichtete das Malen von Tarnmustern. Während des Krieges wurde sein und Lee Millers Haus, mit der er seit 1937 liiert war, zu einem Treffpunkt zahlreicher Künstler, Schriftsteller, Journalisten und Intellektueller. Gemeinsam mit E. L. T. Mesens, Geoffrey Grigson und Herbert Read gründete Penrose 1947 das „Institute of Contemporary Art“ mit dem Ziel, experimenteller Kunst jeder Art eine Plattform zu bieten.

 

Der zum Commander of the British Empire und Knight Bachelor ernannte Penrose legte auf seiner Farm in East Sussex einen Skulpturengarten und eine umfangreiche Sammlung moderner Kunst an. Am 23.4.1984 verstarb Sir Roland Penrose in East Sussex.

 

Neue Galerie Graz

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