Josefine Mutzenbacher

© Bildrecht, Wien, 2017
Foto: UMJ/J. Edegger

Künstler: Harald (Harry) Jeschofnig

Leben: Graz 1933–2017 Klagenfurt 

Datierung: 1972 
Technik: Montage aus Autostoßstangen
Maße: H: 225 cm 
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: III/343 

Josefine Mutzenbacher

Bei Josefine Mutzenbacher handelt es sich um eine vermutlich fiktive Wiener Prostituierte, die von 1852 bis 1904 gelebt haben soll.

 

Der Autor ihrer zum ersten Mal 1906 erschienenen Lebenserinnerungen ist unbekannt, doch es soll sich dabei um den österreichischen Schriftsteller Felix Salten, den Autor von Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde (1923), handeln. Um die damals herrschende Zensur zu umgehen, konnte das Buch nur auf Subskriptionsbasis herausgegeben werden.

 

Seit seinem Erscheinen gilt der Roman Josefine Mutzenbacher oder Die Geschichte einer Wienerischen Dirne von ihr selbst erzählt als ein Meisterstück der erotischen Literatur und ist heute als Sittenbild des Wiener Proletariats im ausgehenden 19. Jahrhundert interessant. Dem Roman wurde allerdings immer wieder vorgeworfen, der Kinderpornografie Vorschub zu leisten.

 

Laut Oswald Wiener ist das Buch „der wohl einzige deutsche pornographische Roman von Weltrang.“ Größere Verbreitung fand es erst 1970 durch die Verfilmung von Kurt Nachmann.

Neue Galerie Graz

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