Landtagspräsident Karl Brunner

Foto: N. Lackner/UMJ

Künstler: Franz Motschnig (Yang-Mocnik)

Leben:  Völkermarkt 1951, lebt in Graz
Datierung: 1978 
Technik: Öl auf Leinwand
Maße: 90 x 75 cm     

Besitz: Neu e Galerie Graz
Inventarnummer: I/2291 

Brunner, Karl (Vitis 1889–1964 Graz)

Der Politiker und Widerstandskämpfer wurde am 31.12.1889 in Vitis (Niederösterreich) geboren. Nach dem Besuch der Handelsschule übernahm er 1914 das Kaufmannsgeschäft seines Schwiegervaters.

 

Während des Ersten Weltkrieges kämpfte Brunner an der Ostfront und wurde dort schwer verletzt. Nach Kriegsende war er Gemeinderat und Vizebürgermeister in Murau. 1919 gründete er die Heimwehr in Murau und war deren Anführer. 1934 beteiligte er sich an der Niederschlagung des österreichischen Juliputsches.

 

Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 wurden Brunner und zahlreiche weitere politische Gegner des nationalsozialistischen Regimes verhaftet und zu lebenslanger Kerkerhaft verurteilt. Brunner, der in der Strafanstalt Karlau in Graz inhaftiert war, rette 1945 zwei Gefängniswärtern und dem Direktor, die von Bombentrümmern verschüttet waren, das Leben und wurde daraufhin aus Dankbarkeit entlassen.

 

Er kehrte nach Murau zurück, befreite Anfang Mai britische Gefangene aus dem dortigen Gefangenenlager und täuschte mit ihrer Hilfe den sowjetischen Truppen bei deren Einmarsch vor, dass Murau bereits von den Briten besetzt sei. Die sowjetischen Truppen zogen wieder ab und Murau blieb bis 1955 in der britische Besatzungszone. Diese Finte Brunners wurde jahrzehntelang aus Angst von diplomatischen Schwierigkeiten verschwiegen.

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges trat Brunner der ÖVP bei, wurde Erster Präsident des Steiermärkischen Landtages und war langjähriger Abgeordneter im Nationalrat.

 

Karl Brunner verstarb am 3.4.1964 in Graz. 1995 errichtete ihm die Stadt Murau ein Denkmal.

Neue Galerie Graz

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