Franz Graf Meran

Foto: UMJ/J. Edegger

Künstler: Karl Lacher

Leben: Offenheim (Bayern) 1850–1908 Graz

Datierung: 1880/90

Technik: Terracotta

Maße: H: 69 cm

Besitz: Neue Galerie Graz

Inventarnummer: III/17 

Franz Graf von Meran (1839 Wien–1891 Abbazia/Opatija)

Franz Ludwig Johann Baptist Graf von Meran, Freiherr von Brandhofen, erblickte am 11.3.1839 in Wien als einziger Sohn aus der morganatischen Ehe von Erzherzog Johann und Anna Plochl das Licht der Welt.

 

Der Stammvater der weitverzweigten Familie der Grafen von Meran wurde 1845 offiziell in den österreichischen Grafenstand aufgenommen. Er trat zunächst als Major in die kaiserliche Armee ein und wurde 1861 zum lebenslangen Mitglied des Herrenhauses des Reichsrates ernannt.

 

1862 übernahm Franz von Meran die Verwaltung der von seinem Vater 1859 hinterlassenen Betriebe und Institutionen und widmete sich der Fortentwicklung der aus dem 1811 gegründeten Joanneum hervorgegangenen Einrichtungen.

 

1862 heiratete er Theresia Gräfin von Lamberg, Freiin von Ortenegg und Ortenstein, mit der er in weiterer Folge sieben Kinder hatte. Zu den direkten Nachkommen des am 27.3.1891 in Abbazia/Opatija (heute in Kroatien) verstorbenen Grafen zählen unter anderem Karl-Theodor zu Guttenberg sowie die Brüder Philipp, Nikolaus und Franz Harnoncourt.

 

Als erster Präsident des Steiermärkischen Kunstvereins leistete er ab dem Jahre 1865 einen bedeutenden Beitrag zur Förderung der Kunst und des Kunstverständnisses in Graz und der Steiermark.

 

Die Tatsache, dass seine Mutter eine Bürgerliche war, hatte zur Folge, dass sie und ihre Nachkommen in der offiziellen Genealogie des Kaiserhauses nicht aufscheinen. Daher ist in den wichtigen biografischen Lexika des 19. Jahrhunderts nur wenig oder oft gar nichts über Anna Plochl und ihren Sohn Franz zu finden.

Neue Galerie Graz

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