Käthe Richter

Künstler: Oskar Kokoschka

Leben: Pöchlarn (NÖ) 1886–1980 Montreux (CH)
Datierung: 1917
Technik: Lithografie auf hellbraunem Papier
Maße: 20,6 x 27 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: II/10546

Käthe Richter

Die Tochter eines Berliner Gastwirtes war nach Absolvierung der Schauspielschule in ihrer Geburtsstadt dort zunächst als Nachwuchsschauspielerin tätig. 1916–17 war sie am Albert-Theater in Dresden engagiert, wo sie Oskar Kokoschka nach seiner Kriegsverletzung kennenlernte. Sie verkehrten im gleichen Künstlerkreis, den Kokoschka auch immer wieder in seinen Werken darstellte. Richter war seine Muse und spielte die weiblichen Hauptrollen in seinen auch von ihm inszenierten Dramen, wie z. B. in dem 1917 am Albert-Theater uraufgeführten Stück „Mörder, Hoffnung der Frauen“.

 

1918 erhielt sie am Königlichen Schauspielhaus in Berlin ein Engagement. Sie soll eine hervorragende, suggestive Tragödin gewesen sein. Später verliert sich ihre Spur. Um die Zeit des Zweiten Weltkrieges scheint sie unter elenden Umständen gestorben zu sein. Während der Dresdner Jahre, die für sie gewiss eine Blütezeit bedeuteten, bestand eine innige seelische Verbindung zwischen ihr und Kokoschka und war sie sein meistporträtiertes Modell.

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