Dr. Ludwig W. Abels

Foto: UMJ/N. Lackner

Künstler: Felix Harta

Leben: Budapest 1884 – 1967 Salzburg
Datierung: ca. 1916/17
Technik: Öl Leinwand
Maße: 100 x 74 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: I/2604

Abels, Ludwig (Wien 1867–1937 Paris)

Ludwig Abels erblickte am 16.3.1867 als Sohn einer wohlhabenden jüdischen Familie in Wien das Licht der Welt. Von 1877 bis 1884 besuchte er das damalige k. k. Franz-Joseph-Gymnasium. Seine ersten dichterischen Versuche, die unter anderem vom damaligen Direktor des Wiener Burgtheaters, Adolf von Wilbrandt, gefördert wurden, fielen in diese Zeit.

 

1885 begann er an der k. k. Universität Wien Germanistik und Klassische Philologie zu studieren. 1893 promovierte Abels und veröffentlichte sein erstes Werk, das Volksstück Am Zahltag. Von 1893 bis 1898 arbeitete Abels als Redakteur für verschiedene Zeitungen in Berlin, wo er den Kontakt zu bekannten Schriftstellern wie Theodor Fontane oder Rainer Maria Rilke und modernen bildenden Künstlern und Kunstsammlern pflegte.

 

1895 heiratete er und ein Jahr später kam seine Tochter, die spätere Künstlerin Erika Abels-d’Albert, zur Welt. Im Jahr 1898 kehrte die Familie nach Wien zurück. Abels publizierte nun teilweise unter dem Pseudonym „Plein-air“ und galt bald als einer der besten Kenner der Kunst Alt-Wiens. Er unterstützte moderne Kunstströmungen und begründete unter anderem 1900 die erste Wiener Zeitschrift für modernes Kunstgewerbe.

 

Zu seinen umfangreichen Tätigkeiten zählten auch die Beratung von Sammlern und Sammlerinnen und die Mitarbeit bei Publikationsprojekten. Besonders als „Kunstwanderer“ erfreute Abels sich sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen mit seinen Touren großer Beliebtheit.

 

Seit 1929 lebte Abels mit seiner Frau in Paris. Dies dürfte wirtschaftlichen Überlegungen, aber auch dem zunehmenden Antisemitismus in Wien geschuldet gewesen sein.

 

Am 2.6.1937 verstarb Ludwig Abels unerwartet im 70. Lebensjahr an den Folgen einer komplizierten Operation.

 

Abels, der nie bei einer öffentlichen Institution angestellt war, geriet nach seinem Tod in Vergessenheit. Erst mit der Wiederentdeckung seiner Tochter begann auch die Erforschung seines Lebens. Den Künstler Felix Albrecht Harta kannte Abels spätestens seit seinem Engagement für die Neukunstgruppe. Er engagierte ihn als Zeichenlehrer für seine Tochter. Von der engen Verbindung der Familie Abels mit Harta zeugt unter anderem das 1916 entstandene Porträt Ludwig Abels. 

 

 

 

Neue Galerie Graz

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