Julie von Woyna, geb. Freiin von Krieg-Hochfelden

Foto: N. Lackner/UMJ

Künstler: Friedrich von Amerling

Leben: Wien 1803 – 1887 Wien
Datierung: 1832
Technik: Öl Leinwand
Maße: 77,3 x 94,5 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: I/500

Woyna, Julie von, später von Benedek (Graz 1811–1895 Lemberg)

Julie Amalia, geborene Freiin von Krieg-Hochfelden, erblickte im Jahr 1811 das Licht der Welt. Zu den Höhepunkten der Karriere ihres aus einer elsässischen Adelsfamilie stammenden Vaters gehörte die Stelle als Gouverneur der galizischen Landesverwaltung, die er an der Seite Erzherzog Ferdinands leitete.

 

In erster Ehe war Julie Amalia mit Moritz Graf von Woyna, einem Großhändler und Mitglied des niederösterreichischen Landtages, verheiratet. Dieser verstarb, als sie 28 Jahre alt war.

 

1843 heiratete sie den aus Ungarn stammenden Feldzeugmeister Ludwig August Ritter von Benedek (Lovag Benedek Lajos), mit dem sie zuvor zwei Jahre lang gegen den Willen ihrer Eltern verlobt war. Dieser war durch Feldmarschall Radetzky gefördert worden und stieg zu einem der bedeutendsten Offiziere der österreichischen Armee auf. Für seine Verdienste erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen.

 

Beim Ausbruch des Deutschen Krieges im Jahr 1866 wurde er aufgrund seiner bisherigen Erfolge und seiner großen Popularität zum Oberbefehlshaber der Nordarmee ernannt – wogegen er sich sträubte, da er weder Land noch Feind kannte. Die verheerende Niederlage in der Entscheidungsschlacht bei Königgrätz hatte die „kleindeutsche“ Lösung“ zur Folge und Benedek wurde für das Versagen der österreichischen Armee verantwortlich gemacht. Er verlor sein Kommando und musste versprechen, für immer über die Umstände der Niederlage zu schweigen.

 

Die darauffolgende gesellschaftliche Ächtung führte dazu, dass Benedek sich gedemütigt und enttäuscht nach Graz ins Privatleben zurückzog. Dort starb er am 27.4.1881 in seiner Villa in der Beethovenstraße und ruht auf dem Grazer St.-Leonhard-Friedhof. Seine Ehe mit Julie Amalie war hingegen – wenn auch kinderlos – äußerst glücklich, wie zahlreiche Briefe belegen.

 

Julie von Benedek, die auf dem Gemälde von Friedrich von Amerling 21 Jahre alt ist, war eine der bedeutendsten und großzügigsten Spenderinnen des Joanneums, dem sie 155 Gemälde vermachte. Sie verstarb im Jahr 1895.

Neue Galerie Graz

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