Die Kunst der Anpassung

Steirische KünstlerInnen im Nationalsozialismus zwischen Tradition und Propaganda

16.06.2010-02.01.2011


Eröffnung: 15.06.2010, 19 Uhr
Kuratiert von: Günther Holler-Schuster

Idee und inhaltliche Grundlage: Herbert Lipsky

Wissenschaftliche Betreuung: Heimo Halbrainer, Gerhard Schwarz

Projektleitung: Anette Rainer

Ausstellungsassistenz: Angela Fink, Katharina Gabalier

Ort: Neue Galerie Graz und Stadtmuseum Graz


Die in Kooperation von Neuer Galerie Graz und stadtmuseumgraz entstandene Ausstellung Die Kunst der Anpassung. Steirische KünstlerInnen im Nationalsozialismus zwischen Tradition und Propaganda versteht sich nicht als reine Kunstausstellung, sondern auch als eine kulturhistorische Dokumentation, die veranschaulichen soll, in welchem Maße die Kunst der nationalsozialistischen Politik diente bzw. sich an sie anpasste.

 

Anhand von ca. 250 Exponaten sowie umfangreichem Dokumentationsmaterial macht Die Kunst der Anpassung die tiefe Verstrickung der Kunst in die politische Realität des "Dritten Reiches", aber auch die Zeit vor 1938 und nach 1945 deutlich. Untersucht werden dabei die Kunstproduktion sowie auch die Verhaltensweisen jener zumeist konservativen und affirmativen Künstlerinnen und Künstler, die sich nach dem "Anschluß" auf die Seite der nationalsozialistischen Herrschaft geschlagen hatten, bzw. schon zuvor selbst treibende Kräfte dieser Bewegung in der Steiermark gewesen waren, oder sich aus Opportunismus und Existenzangst mit den neuen Machthabern arrangierten. Einigen ist die Anfangseuphorie auch relativ bald vergangen und sie mussten erkennen, welch menschenverachtendem Regime sie bereit gewesen waren, zu folgen.
Auf Basis des aktuellen Forschungsstandes belegt die Ausstellung Die Kunst der Anpassung mit zahlreichen Dokumenten der Unterwerfung die intensive Kollaboration vieler Künstlerinnen und Künstler und fast aller steirischer Kunstorganisationen mit den Nationalsozialisten. Die Ausstellung zeigt, dass die Logik der Anpassung oftmals mehr als nur eine Strategie des Überlebens war. Nicht zuletzt macht Die Kunst der Anpassung erschreckend deutlich, wie die Integration der eben noch führertreuen Künstlerinnen und Künstler in das steirische Kunst- und Kulturgeschehen der Nachkriegsdemokratie fast bruchlos erfolgte. Aufnahme in die Ausstellung haben jene Werke gefunden, die zwischen Mitte der 1930er Jahre und 1945 von in der Steiermark wirkenden Künstlerinnen und Künstlern in nationalsozialistisch gesteuerten Ausstellungen gezeigt wurden - weiters einige Beispiele aus der unmittelbaren Nachkriegszeit.

 

 

 

Neue Galerie Graz

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