Wege zur Abstraktion – Geometrische Abstraktion

Ab den 1950er-Jahren etablierte sich eine geometrische Form der Abstraktion: Sie nahm gegenständliche Motive wie Landschaften, Architekturen oder pflanzliche Motive zum Ausgangspunkt für eine fortwährende Vereinfachung auf elementare Grundformen. Diese Methode war schon im frühen 20. Jahrhundert vorgezeichnet, etwa im Werk von Piet Mondrian: Er fand in den 1910er-Jahren über die analytische Zerlegung von Baumdarstellungen zu einer konkreten Bildsprache.

Auch Hans Nagelmüller, Siegfried Neuburg, Vevean Oviette und andere Künstler/innen versuchten auf diesem Weg von der Naturform zur Kunstform zu gelangen. So entstanden teils völlig ungegenständlich wirkende Kompositionen aus geometrisch abgegrenzten Farb- und Formkomplexen. Andererseits kamen etwa Kurt Weber und Friedrich Aduatz schon vor dem Krieg auf den Biennalen von Venedig mit dem Konstruktivismus in Berührung.

Die Kritik begegnete Werken wie diesen überwiegend ambivalent: Man schätzte die Strenge und Klarheit in Aufbau und Farbgebung, bedauerte jedoch das Fehlen der „sinnlichen“ Wirkung. Die Ursache dafür sah man in zwischenmenschlicher Entfremdung, die als zeittypisches Phänomen wahrgenommen wurde. Insgesamt erkannte die Kritik den Eigenwert Konkreter Kunst nicht an, wie man etwa anlässlich einer Werkschau italienischer Künstler 1952 in der Neuen Galerie Graz lesen konnte.

Der Ursprung der Abstraktion und der Konkreten Kunst wurde generell im Ornament gesehen, eine über das Dekorative hinausgehende Bedeutung verneint. Demzufolge erkannte man in diesen Arbeiten keinen Fortschritt, sondern einen Rückschritt zu den archaischen Wurzeln des Menschen.

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