Surrealismus

Unmittelbar nach Kriegsende nahmen Künstler/innen mit dem Surrealismus die aktuellste Richtung der Vorkriegsmoderne wieder auf. Eines seiner Zentren war der 1947 gegründete Art Club in Wien, dessen Präsident Albert Paris Gütersloh später zum Mentor der Künstler/innen des Phantastischen Realismus wurde – einer breitenwirksamen Variante der surrealen Malerei.

Edgar Jené, ein wichtiger Impulsgeber des ursprünglichen Surrealismus, lernte schon vor dem Krieg André Breton und seinen Kreis kennen – einen der wichtigsten Theoretiker dieser Kunstrichtung.

Jené, Arnulf Neuwirth und Rudolf Pointner organisierten im Jahr 1948 die „1. Surrealistische Ausstellung“ in der Wiener Galerie Agathon, an der auch Franz Rogler teilnahm. Mit dem Grazer Juristen Max Hölzer gab Jené auch die „Surrealistischen Publikationen“ heraus, die zweimal erschienen. Die erste Ausgabe enthielt unter anderem Texte von André Breton und Illustrationen von Max Ernst, Yves Tanguy, Victor Brauner und Franz Rogler. In der zweiten Ausgabe erschienen Texte von Paul Celan, Hans Arp und anderen Autoren.

In der Steiermark wurde der Surrealismus auf breiter Ebene aufgenommen, etwa in Gemälden von Franz Rogler, Rudolf Pointner und Godwin Eckhart, aber auch in Fotografien von Erich Kees und Heinrich Charusa. Die Beschäftigung mit dem Surrealismus zählte zu den fortschrittlicheren Bestrebungen in der steirischen Kunst nach 1945, allerdings war diese Richtung damals aus internationaler Sicht bereits überholt.

Die Kluft zu den abstrakten und gegenstandslosen Strömungen wird besonders deutlich am Beispiel von Franz Rogler. Einerseits war er der Moderne gegenüber aufgeschlossen, andererseits zählte er zu den Unterzeichnern eines offenen Briefes, in dem der Schwerpunkt abstrakter Positionen in der Dreiländerbiennale „trigon 63“ heftig kritisiert wurde.

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