Lepus europaeus

Feldhase

Die Bestände des früher weit verbreiteten Feldhasen nehmen ab, denn die intensive Landwirtschaft mit ihren Monokulturen, die keine Deckungsmöglichkeiten bieten, der Einsatz von Herbiziden und Düngemitteln sowie der Straßenverkehr bedrohen seine Vorkommen. Der typische Wiesenbewohner benötigt weite Grünflächen, die mit Böschungen und Hecken gegliedert sind. Auch Wildäcker mit Winterbegrünung und Brachflächen schätzt der Vegetarier, der sich von Wildgräsern, Kräutern, Knospen, Wurzeln, Beeren und Pilzen ernährt.

 

Die scheuen, dämmerungs- und nachtaktiven Tiere kann man vor allem am Anfang der Fortpflanzungszeit im Spätwinter und Frühjahr am Tag beobachten. Da liefern sich die sonst als Einzelgänger lebenden Hasen oft Verfolgungsjagden. Der Rammler muss der Häsin seine Qualitäten beweisen. Sie bleibt oft unverhofft stehen und fordert ihn zu einem Boxkampf heraus. Kann er mithalten, kommt er als Partner infrage. Nachdem er sie gedeckt hat, bewacht er sie einige Tage, um andere Mitbewerber auszuschließen.

 

Häsinnen tragen 42 Tage, können aber schon ab dem 36. Tag wieder empfangen und somit zwei Würfe unterschiedlichen Alters gleichzeitig in ihrem Bauch haben. Die Junghasen werden weit entwickelt mit Fell, offenen Augen und Ohren geboren und geschützt abgelegt. Das Muttertier kommt nur zum Säugen zu ihnen. Obwohl Hasen drei bis vier Würfe mit insgesamt zehn bis zwölf Jungen pro Jahr haben, überleben nur etwa 10 % des Nachwuchses. Ihre Feinde sind Raubtiere, Greif- und Rabenvögel, aber auch die massiv eingesetzten landwirtschaftlichen Maschinen. Nimmt der Feldhase Feinde wahr, vertraut er auf seine Tarnfarbe und Schnelligkeit. Auf der Flucht kann er bis zu vier Meter weit springen und verwirrt seine Verfolger wie Füchse und streunende Hunde mit raschen Richtungswechseln. Dabei kann er über kurze Distanzen Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erreichen.

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