Gegenwart der Zeitgeschichte

Das 20. Jahrhundert in Berliner Museen und Gedenkstätten

21.07. - 25.07.2014

Bildinformationen

Datum

21.07. - 25.07.2014

Ort

Museumsakademie Joanneum, Berlin

Treffpunkt

Werkbundarchiv - Museum der Dinge

Kosten

450 €, ermäßigt 350 € (Die Ermäßigung gilt für Studierende, Volontär*innen, Arbeitssuchende und Mitarbeiter*innen von Kooperationspartner*innen des laufenden Jahres.)

Anmeldung Extern

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Kontakt
+43-664/8017-9537
museumsakademie@museum-joanneum.at

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Über die
Veranstaltung

Ein Deutungs- und Vermittlungsmonopol auf Geschichte war gestern. Heute schreibt, erzählt und zeigt eine Vielzahl von Medien und Einrichtungen mit unterschiedlichen Mitteln und Zielsetzungen historische Inhalte. Ein großes Engagement im Bereich der jüngeren Geschichte erklärt sich u. a. daraus, dass dem Publikum frühere Jahrhunderte anonym und fremd erscheinen können und diese in keinem offensichtlichen Verhältnis zur eigenen, heutigen Wirklichkeit stehen. Zeitgeschichte dagegen kann ein prägender Faktor persönlicher (Familien-)Geschichte und als solcher kontrovers besetzt und emotional aufgeladen sein. Sie ist als Gegenstand „heiß“, weil das, was heute zeithistorisch relevant sein muss/kann, nicht abschließend ausverhandelt ist. Sie ist im heutigen Stadtraum oder Alltag gegenwärtig und in ihren Objekten und Medien vertraut. Vor diesem Hintergrund begeben wir uns auf eine fünftägige Expedition durch Berlin, eine Stadt mit scheinbar zahllosen Museen, Ausstellungen und Erinnerungsorten zur NS- und DDR-Geschichte. Gemeinsam mit Expertinnen/Experten aus Museen, Universitäten und Medien diskutieren wir, wer an diesen Orten wodurch legitimiert, welche Geschichten erzählt. Wir analysieren, welche gesellschaftlichen Funktionen einzelne Einrichtungen wahrnehmen und an wen sie ihre Angebote richten. Wir vergleichen inhaltliche und gestalterische Konzepte und besprechen das Potenzial und die Herausforderungen zeithistorischer Medien wie Fotografie, Film oder Berichte von Zeitzeuginnen/Zeitzeugen. Weil diktatorische Regime, Gewalt und Krieg das 20. Jahrhundert wesentlich bestimmt haben, richten wir unsere Aufmerksamkeit speziell auch auf die Aufbereitung sensibler Sammlungen und Themen.


mit
Dominik Bartmann Abteilungsdirektor Ausstellung, Stiftung Stadtmuseum Berlin (D)
Lorraine Bluche Ausstellungskuratorin, Berlin (D)
Inge Deutschkron Gründerin des Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt, Berlin (D)
Michael Fehr Direktor des Instituts für Kunst im Kontext, Universität der Künste Berlin (D)
Julia Franke wiss. Mitarbeiterin, Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst (D)
Bettina Habsburg-Lothringen Leiterin der Museumsakademie Joanneum, Graz (A)
Wolf Kaiser Stellvertretender Leiter und Leiter der Bildungsabteilung, Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin (D)
Axel Klausmeier Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Berlin (D)
Stefanie Endlich Publizistin und Honorarprofessorin für Kunst im öffentlichen Raum, UdK Berlin (D)
Frauke Miera Ausstellungskuratorin, Berlin (D)
Petra Zwaka Leiterin des Fachbereichs Kunst, Kultur, Museen am Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Berlin (D)

sowie weiteren Expertinnen und Experten aus Berliner Museen und Gedenkstätten

Veranstaltungsleitung
Bettina Habsburg-Lothringen Leiterin Museumsakademie Joanneum, Graz (A)
Michael Fehr Direktor Institut für Kunst im Kontext, UdK Berlin (D)

Programm zum Download

Gegenwart der Zeitgeschichte. Das 20. Jahrhundert in Berliner Museen und Gedenkstätten