3. Stiel-Eiche

Quercus robur

„Denn dieser schöne vaterländische Baum
ist – wenn er gehörig gezogen und mit Geschmack
der Natur gemäß ausgeästet wird – auch eine
Zierde der Gärten; wovon der hiesige den Beweis liefert.“

 

Jerôme Herberstein in einem Brief an seinen Güterdirektor Koschull, 1834

Die Eiche ist eines der ältesten Symbole der Menschheit und gilt als Lebensbaum schlechthin. Auch die Eggenberger Exemplare in ihren prägnant-solitären Stellungen sind mächtige Bäume mit einer Wuchshöhe von knapp 25 Metern. Eichen brauchen zum Gedeihen zwar volles Sonnenlicht, stellen aber an den Boden keine besonderen Ansprüche. Von jeher besaß die in Mitteleuropa heimische Eiche große forstwirtschaftliche Bedeutung. Ihr besonders hartes Holz ist außerordentlich dauerhaft, unter Wasser und anaeroben Bedingungen sogar nahezu unbegrenzt haltbar, was Pfahlgründungen wie Amsterdam oder Venedig eindrucksvoll belegen. Sie liefert aber nicht nur wertvolles Holz, sondern mit ihren Früchten auch wichtiges Tierfutter. Die Krone einer einzelnen Eiche bietet Lebensraum für bis zu 350 unterschiedliche Insekten- und Vogelarten. Eichen sind also wahre Lebensbäume und tragen maßgeblich zur Biodiversität bei. 

 

Die Eiche war daher in allen Kulturen ein Symbol der Stärke, Dauerhaftigkeit und Unsterblichkeit. Höchsten Gottheiten – Wotan, Zeus/Jupiter, aber auch der Erdgöttin Demeter – geweiht, markieren Eichen seit der Antike Rechtsorte. Unter Eichen legte man Schwüre und Gelübde ab, verkündete Gesetze. Der römische Senat verlieh neuen Bürgern die Corona Civica als Bürgerkranz aus Eichenlaub. Schon im römischen Reich charakterisieren Eichen vor allem die urtümliche Landschaft Germaniens. In der Romantik werden sie daher zum Baum des deutschen Volkes verklärt und Eichenlaub zum deutschen Siegeslorbeer. In diesem Geiste wurden sie um 1830/33 auch in Eggenberg als „vaterländischer Baum zu einer Zierde des Gartens“ gepflanzt und sind nun in rund 200 Jahren zu prachtvollen Baumriesen herangewachsen.

Schloss Eggenberg

Eggenberger Allee 90
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9560 und -9532
eggenberg@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten


Prunkräume
19. Mai bis 31. Oktober 2021,
1. April 2022 bis 30. Oktober 2022

Führungen: Di–So, Feiertag um 10, 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr oder nach Voranmeldung.

Schlosspark und Gärten
27. März bis 31. Oktober 2021:
Täglich, 8-19 Uhr geöffnet

1. November 2021 bis 14. März 2022:
Täglich, 8-17 Uhr geöffnet
1. Jänner 2022: 10-17 Uhr geöffnet

15. März bis 31. Oktober 2022:
Täglich, 8-19 Uhr geöffnet
1. November 2022 bis 14. März 2023:
Täglich, 8-17 Uhr geöffnet

Der Schlosspark ist am 24.09.2021 bis 15 Uhr geschlossen!


Alte Galerie, Archäologiemuseum und Münzkabinett
27. März bis 31. Oktober 2021:
Di-So, Feiertag 10-17 Uhr geöffnet
1. November 2021 bis 31. März 2022 geschlossen, 1. November bis 19. Dezember 2021 jedoch im Rahmen einer Führung nach Voranmeldung zugänglich

1. April bis 30. Oktober 2022:
Di-So, Feiertag 10-17 Uhr geöffnet
1. November 2022 bis 31. März 2023 geschlossen, 1. November bis 18. Dezember 2022 jedoch im Rahmen einer Führung nach Voranmeldung zugänglich


Voranmeldung: +43-316/8017-9560 oder

info-eggenberg@museum-joanneum.at

Alle vier Museen und Schlosspark
ausnahmsweise geschlossen:

24. September 2021, bis 15 Uhr

Zusätzlich geöffnet:
18. April 2022
6. Juni 2022
15. August 2022