Schütze

Herkules und Chiron

 

Auf der Jagd nach dem Erymanthischen Eber gerät Herkules in einen Kampf mit betrunkenen Kentauren. Er greift zu seinen mit dem Gift der Hydra getränkten Pfeilen und treibt die Kentauren in die Flucht. Sie fliehen zum Kentauren Chiron, der bei dieser Jagd von einem verirrten Pfeil des Herkules verletzt wird. Chiron war als einziger der Kentauren unsterblich und litt wegen des Giftes unsägliche Schmerzen, konnte aber nicht sterben.

Herkules ist untröstlich über diesen Vorfall, kann den Freund aber nicht retten. Als er auf seinen Wanderungen später den im Kaukasus an Felsen geschmiedeten Prometheus trifft, dort zu ewiger Qual verdammt, erfährt er, dass Prometheus nur der Verzicht eines Unsterblichen auf seine Unsterblichkeit erlösen kann. So tritt Herkules als Vermittler auf. Der Tod erlöst Chiron von seinen Schmerzen und beendet damit die Qual des Prometheus. Als Sternbild des Schützen findet Chiron Platz am Himmel.

In Weissenkirchers Illustration versucht ein Jüngling vorsichtig, den Pfeil aus der Wunde zu entfernen, während Herkules mit Keule und Löwenfell das Geschehen von den Wolken aus beobachtet.

 

 

 

 

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