Rudolf Pointner

Zum 100. Geburtstag, aus der Sammlung der Neuen Galerie

09.03. - 15.04.2007

Bildinformationen

Laufzeit

09.03. - 15.04.2007

Eröffnung

08.03.2007, 19 Uhr

Ort

Neue Galerie Graz

Kuratiert von

Günther Holler-Schuster

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Über die
Ausstellung

Hofgalerie der Neuen Galerie Graz


Zusatzinformationen

Ort: Hofgalerie der Neuen Galerie Graz

Die Kunst des Autodidakten und Verfechter des Unkonventionellen, Rudolf Pointner (1907-1991), ist ein wesentlicher Beitrag zur Kunstentwicklung dieses Landes. Sein der Moderne verpflichtetes Werk bekommt von Beginn an Impulse aus der Volkskunst, der außereuropäischen Kunst und dem Surrealismus. 1932 wurde Pointner Mitglied der Grazer Sezession. Sein Engagement für avantgardistisches Denken brachte ihn sowohl zur Zeit des "Austrofaschismus" als auch während der Naziherrschaft immer wieder in Schwierigkeiten. Ab Beginn der 1950er Jahre war er ein wesentlicher Betreiber informeller Tendenzen in Österreich, die vielfach von Materialexperimenten geprägt sind. Die weiterhin intensive Auseinandersetzung mit Kulturformen des alten Süd- und Mittelamerikas führte ihn zu einer sehr eigenständigen Formulierung des Surrealismus, die zunehmend von magischen und esoterischen Elementen bestimmt wurde. Der auffällige psychedelische Charakter dieser Phase bringt das Werk Pointners Anfang der 1970er Jahre sehr nahe an den herrschenden Zeitgeist und lässt es bis heute sehr vital und jugendlich erscheinen. Der 100. Geburtstag Rudolf Pointners ist Anlass für die Neue Galerie Graz, in Form einer Ausstellung aus den eigenen Beständen und einigen ergänzenden Leihgaben, an dieses bedeutende Werk zu erinnern.