La Strada Ferrata. Graz, Triest und die Südbahn

Programmpunkte in der Neuen Galerie Graz

14.10.2017 11:15


Kosten: freier Eintritt
Anmeldung: keine Anmledung erforderlich

Ort: Neue Galerie Graz, Rotunde/Erdgeschoß


Schicksalsader Südbahn

(Gerhard M. Dienes)

 

Auswanderungen einzelner oder kleiner Gruppen hat es zu allen Zeiten gegeben. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Emigration zu einem Massenphänomen, ausgelöst unter anderem durch die Liberalisierung der Niederlassung und die Verbesserung der Verkehrsmittel, sprich: durch Dampfeisenbahn und Dampfschiff. Die Südbahn, zur Hafenstadt Triest führend, wurde daher auch zu einer wichtigen Emigrationsschiene, zu einer Bahn der Flucht und der Hoffnungen.

 

 

Triestiner Kunst der Zwischenkriegszeit: Migration ins Innere

(Maria Valentina Kravanja)

 

Für Triestiner Künstler/innen entsprach der Wechsel zu Italien nicht dem ersehnten italienischen Paradies, von dem viele vor 1918 geträumt hatten, denn der Faschismus forderte stilistische und ideologische Zugeständnisse. Die Künstler/innen blieben zwar in Triest, zogen sich aber in ihr Inneres zurück und thematisierten in ihren Werken das Ich in einer sich stark verändernden Welt. Einige Künstler/innen widmeten sich der inneren Gestaltung jener Schiffe, die damals als Avantgarde der Schiffsarchitektur galten und mit denen viele politisch Verfolgte emigrierten.

 

 

Karst-Gedichte

(Maria Valentina Kravanja)

 

Die in Graz lebende Pädagogin, Energetikerin und Kunsthistorikerin hat eine enge familiäre Bindung zu Triest, dem Karst und seinen (slowenischen) Bewohnerinnen und Bewohnern. Immer wieder schreibt sie Gedichte zu diesen Themenkreisen.

 

 

Im Bildersaal der Sehnsucht nach dem Süden. Gemälde aus der Sammlung der Neuen Galerie Graz 

(vorgestellt von Peter Peer)

 

Der Süden übte auf die Menschen nördlich der Alpen schon immer eine nachhaltige   Faszination aus. Das Exotische der Landschaft und der Menschen, welche in scheinbarer Symbiose mit der Natur lebten, sowie eine Kultur jenseits der engen Konventionen der europäischen Lebenswelt beflügelten die Fantasie von Schriftstellern und Malern. Letztere deckten den Bedarf an stimmungsvollen Bildern südlicher Impressionen. Es entwickelte sich ein bestimmter Kanon an Motiven, der von Ansichten des Meeres selbst sowie der Küste mit pittoresken Fischerdörfern bis hin zu Nahaufnahmen des südlichen Lebens auf den Märkten und in den engen Gassen der alten Städte reichte. Der wahre Alltag – so beschwerlich er für die dort lebenden und arbeitenden Menschen gewesen sein mochte – wurde in diesen Bildern ausgeklammert, war es doch ihre Aufgabe, das Leben im Süden zu idealisieren und einen expliziten Gegenpol zum eigenen Alltag zu schaffen. Jenseits von Idealisierung und Authentizität sind diese Werke vor allem aber eine Hommage an den Süden als einen Ort der nie versiegenden Sehnsucht.

 

 

Zur Degustation gibt es koscheren Wein von Wohlmuth

Der erste Bahnhof von Graz, Lithografie von J. Kuwasseg, 1845, Graz, Privatbesitz

La Strada Ferrata. Graz, Triest und die Südbahn

Programm zur Reihe



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