Im Dialog

Es gibt Museumsschaffende in und vor allem außerhalb Europas, deren Berufsalltag sich aus politischen und/oder wirtschaftlichen Gründen als besonders schwierig erweist.
Die Museumsakademie bemüht sich, Leiter/innen, Kuratorinnen/Kuratoren und Vermittler/innen in Austausch mit österreichischen Museumsfachleuten zu bringen, mit dem Ziel, gemeinsam mögliche Antworten und Lösungsansätze für die Fragen und Herausforderungen der Praxis zu entwickeln.

 

 

 


Sarajevo III

Was wäre gewesen, wenn...?

22.05.-23.05.2009


Workshop in Kooperation mit dem Institut für Kunst im Kontext, Universität der Künste Berlin (D)


Museen haben eine andere Realität zum Gegenstand als diejenige, der sie sich selbst verdanken.Diese Grundstruktur teilt das Museum – als Konstruktion verstanden – mit der Utopie. Wenn nun das klassische, historisch argumentierende Museum im Gegensatz zur Utopie gerade nicht mit 'Wunschzeiten' oder 'Wunschräumen', sondern mit realen Dingen aus bestimmten Leben an bestimmten Orten beschäftigt ist, so bleibt es doch möglich, anhand musealisierter Objekte zu fragen, welches Potential sie für die Entwicklung einer anderen als der geschehenen Geschichte bergen.
Sarajevo war als Zentrum eines multiethnischen und multireligiösen Landes im Schnittpunkt zwischen Orient und Okzident bis zum Bosnienkrieg der historische Ort, an dem die Utopie einer europäischen Gemeinschaft konkret gelebt wurde. Der Workshop soll den Versuch machen, das utopische Potential der Geschichte Sarajevos aufzuspüren, zu dokumentieren und in einem prospektiven Museumsentwurf zur Anschauung zu bringen.

mit
Michael Fehr Direktor des Instituts für Kunst im Kontext an der Universität der Künste Berlin (D)
Bettina Habsburg-Lothringen wissenschaftliche Mitarbeiterin der Museumsakademie Joanneum, Graz (A)

Museumsakademie Joanneum

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