Ordnungen der Bilder

Fotoalben und (museale) Praktiken

08.04.-09.04.2019



Workshop in Kooperation mit dem Museum der Dinge, Berlin

 

Anmeldung erforderlich!

 

 

Unsere veränderten Bildpraktiken lassen das Fotoalbum – als physisches Objekt – heute bereits historisch erscheinen. Vielleicht auch deshalb ist ein wachsendes Interesse an seinem Wert als Quelle und Material zu verzeichnen, vor allem vonseiten der Kultur- und Geschichtswissenschaften. In neueren Zugängen stehen nicht mehr nur die Bilder selbst im Vordergrund. Vielmehr rückt das Album als Ordnungsform und narratives Format immer mehr in den Fokus. Denn Fotoalben bergen das Potenzial in sich, mehr zu erzählen als die Summe ihrer Teile. In ihren Ordnungen, Beschriftungen, Leerstellen und Überschreibungen legen sie Praktiken im Umgang mit Fotografie offen, sie geben Zugang zu Deutungen und Sichtweisen, sie erzählen von biografischen und kulturellen Selbstverständnissen.

 

Doch die Erschließung des Materials ist oft von Zufällen abhängig. Nur von wenigen Institutionen im deutschsprachigen Raum werden Fotoalben planmäßig gesammelt. Andererseits gibt es in vielen Museen Bestände, deren Herkunft und Kontext oft kaum dokumentiert wurden. Hinzu kommt, dass der konservatorische Umgang mit Alben in seinen Kinderschuhen steckt. Wie lässt sich damit umgehen?

 

Der Workshop fragt nach musealen Strategien im Umgang mit dem komplexen, hybriden Objekt Fotoalbum. Wir diskutieren, welchen Stellenwert Alben heute in Sammlungskontexten haben, wie sie in Ausstellungskontexten in den Raum gebracht werden können, aber auch, wie sie digital und in besucher/innenorientierten Formaten vermittelt werden können. Wie kann es gelingen, das Album nicht als neutralen Behälter, sondern als ein Objekt eigener Ordnung zu begreifen?

 

Mit

Ulrike Bessel Museologin, Hamburg - Vancouver (D/CA)

Herbert Justnik Kurator, wissenschaftlicher Sprecher & Leiter der Fotosammlung, Volkskundemuseum Wien (A)

Randi Marselis Associate Professor in Cultural Encounters, Universität Roskilde (DK)

Michel Pfeiffer Dozent für Informationswissenschaft, HTW Chur (CH)

Tuya Roth Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (D)

Sophie Schulz Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Stiftung Reinbeckhallen Sammlung für Gegenwartskunst, Berlin (D)

Irene Ziehe Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin, Museum Europäischer Kulturen, Staatliche Museen zu Berlin (D)

 

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Veranstaltungsleitung

Eva Tropper, Leitungsteam Museumsakademie Joanneum, Graz (A)

Friedrich Tietjen, Foto-, Kunst- und Kulturwissenschaftler, Kurator, Leipzig (D)/Wien (A)

 

Ort

Berlin (D)

 

Kosten

190 €, ermäßigt 140 €*

*Die Ermäßigung gilt für Studierende, Volontär/innen, Arbeitssuchende und Mitarbeiter/innen von Kooperationspartner/innen des laufenden Jahres.    

 

Anmeldung und Info
Museumsakademie Joanneum

T +43 (0) 664/8017-9537

F +43 (0) 316/8017-9808


museumsakademie@museum-joanneum.at

 

Bitte melden Sie sich schriftlich per Mail oder Fax an.

Museumsakademie Joanneum

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-664/8017-9537
museumsakademie@museum-joanneum.at

 

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