Ariane Karbe:

Von Hollywood lernen? Ausstellungen spannend erzählen

Art and Picture Collection, The New York Public Library. (1892), retrieved from http://digitalcollections.nypl.org/items/6c40374c-9aa3-5ac7-e040-e00a18064e61

Um Publikum zu werben, werden Ausstellungen häufig als spannend angekündigt. Doch wodurch genau zeichnet sich eine mitreißende Geschichte aus? Und können Ausstellungsnarrationen diese Kriterien tatsächlich erfüllen? Diesen Fragen geht Ariane Karbe in ihrem Dissertationsprojekt nach. Konkret erforscht sie durch eine vergleichende Analyse von populären Filmen und kulturhistorischen Ausstellungen, ob und wie die dramaturgischen Techniken, die Drehbuchautorinnen und -autoren zum Spannungsaufbau einsetzen, auch für das Entwickeln von Ausstellungsskripts verwendet werden könnten. Denn Spannung wird von Mediennutzern nicht nur als besonders unterhaltsam empfunden, sondern ist auch ein ausgesprochen effektives Mittel, um die Aufmerksamkeit von Rezipientinnen und Rezipienten nachhaltig zu wecken. Auch in Museen – so die der Forschungsarbeit zugrunde liegende These – könnte der verstärkte Einsatz von Spannung die Lust am Lernen produktiv unterstützen.

  

Das In-Residence-Programm nutzte Ariane Karbe für eine kritische Revision der Forschungsergebnisse. 

 

 

Kurzbiographie: 

Ariane Karbe ist seit 1999 als Kuratorin und Ausstellungsdramaturgin tätig. Studium der Ethnologie und Komparatistik an der FU Berlin und der Universität Bayreuth. Ausbildung zur Drehbuchautorin an der Filmschule Hamburg-Berlin. Absolventin der Museumsakademie Museion21. Zurzeit Promotion an der School of Museum Studies, University of Leicester.

Ihre Forschungs- und Ausstellungsarbeit reflektiert Ariane Karbe auf ihrem Blog www.exhibition-telling.com.

 

 

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