„… auf Friedensfüßen …“

Aktionstage rund um den UNO-Weltfriedenstag 2019

Termine19.09.-20.09.2019, 9-12:30 Uhr, Anmeldestart 21.03.2019 > Museum für Geschichte > Volkskundemuseum > Naturkundemuseum


Für: Schule, 1.–13. Schulstufe
Angebot: Interaktive Programme, Gespräche etc.
Dauer: ca. 1 h (pro Modul)
Rasch anmelden! Teilnahme kostenlos, Plätze limitiert 

Kontakt: +43-316/8017-9810 oder info-zh@museum-joanneum.at 

Orte: Landeszeughaus mit Museum für Geschichte
Volkskundemuseum, Naturkundemuseum

Über das diesjährige Motto

Wir kennen den Kriegsfuß und wissen, was es bedeutet, zueinander auf dem solchen zu stehen. Wenig bekannt und gebräuchlich hingegen ist sein Gegenteil: der „Friedensfuß“. Woran mag das liegen? An Unachtsamkeit, Leichtfertigkeit oder Gleichgültigkeit? Oder daran, dass uns konfliktive Dinge und Auseinandersetzungen wesentlich mehr interessieren? Wie friedfertig sind wir Menschen? 

Diese Fragen beschäftigen uns rund um den heurigen Weltfriedenstag der UNO!

 

Die amerikanische Politologin Judith Shklar jedenfalls meint: „Wenn es keine Instanz gibt, die den Menschen vor seinesgleichen schützt, ist sein Destruktionstrieb nicht in Schach gehalten.“ Aufgabe von Kultur und Gesellschaft ist es, diesen Trieb nicht nur in Schach zu halten, sondern zu transformieren. Was sind also die Bedingungen konstruktiver Transformation und wie sind sie in unserer Kultur verankert?

Ausgehend von der Vermittlungsarbeit und einer immer sehr ambivalenten Faszination für die historischen Waffen im Landeszeughaus führen wir tagtäglich viele Gespräche rund um die Themen Krieg und Konflikt.

 

Deshalb rücken wir rund um den Weltfriedenstag der UNO den Frieden ins Zentrum unseres Tuns. In Gesprächen, Workshops, mit Musik. Und machen aus dem „Friedensfuß“ gleich mehrere, weil’s nicht nur einen braucht.

Unser Programm für Sie

Kochen in der Not – Einfache Rezepte entstanden in schwierigen Zeiten

2.–4. Schulstufe, Volkskundemuseum (mit Petra Fuchs und Peter Pessl), Dauer: 1,5 h
Nachdem in Kriegszeiten Lebensmittel Mangelware waren, erforderte auch die tägliche Ernährung viel Einfallsreichtum. So musste ein Großteil der heute für uns ganz einfach und ständig erhältlichen Nahrungsmittel durch kreative Lösungen und billige Alternativen ersetzt werden. Dadurch entstanden zahlreiche Rezepte, die für uns zunächst einmal spannend wirken.
Wie sich die Menschen bei uns in Zeiten der Lebensmittelknappheit ernährten und welche Zutaten sie zum Kochen und Backen verwendeten, erfahrt ihr bei diesem Programm im Volkskundemuseum. Außerdem werden wir gemeinsam ausprobieren, ob und wie die so zubereiteten Gerichte schmecken.

„Des kriagst, wenn da Kriag vorbei is!“ – Vom Hamstern, Hungern und Heimkehren

4.–6. Schulstufe, Volkskundemuseum (mit Viktoria Krenn), Dauer: 1,5 h
Kriege bedeuten immer tiefe Einschnitte in das Leben vieler Menschen – nicht nur für die Soldaten an der Front, sondern auch für die Daheimgebliebenen. Was geschieht aber nun, wenn der Krieg vorbei ist? Geht das Leben einfach seinen gewohnten Gang weiter? Bei unserem dialogischen Rundgang durch das Volkskundemuseum tauchen wir gemeinsam in die realen Lebensgeschichten einiger Familien und deren Berichte über den alltäglichen Überlebenskampf in den Jahren nach 1918 und 1945 ein, damit ihre Erinnerungen nicht „verloren gehen“.

Wie aus der Pistole geschossen. Krieg und Sprache

7.–13. Schulstufe, Landeszeughaus (mit Andreas Metelko), Dauer: 1,5 h
Unsere Sprache ist eines der wichtigsten Ausdrucksmittel für Gefühle, Haltungen, Meinungen und Einstellungen. Haben kriegerische Ausdrücke da Platz? Kaum jemand weiß, dass viele der althergebrachten und täglichen benutzten Redewendungen voll von martialischen Ausdrücken sind. Diese Führung im Landeszeughaus setzt sich mit dem Thema Krieg und Sprache kritisch auseinander.

Wie wird jemand zum „Anderen“ gemacht?

7.–13. Schulstufe, Museum für Geschichte, Ausstellung Bertl & Adele (mit Christian Pomberer), Dauer: 1,5 h
Oft generiert politischer Diskurs „die Einen“ und „die Anderen“. Die, die dazu-gehören, und die, die ausgeschlossen werden sollen. Erst sind es kleine Schrit-te, dann werden es immer mehr. In diesem Programm wollen wir am Beispiel des Holocaust herausarbeiten, wie Bilder und Sprache dazu genützt werden, um zuerst Abwertung und dann Feindbilder aufzubauen. So, dass es wie eine „logische“ Folge erscheint, wenn als nächstes Rechte aberkannt werden und in „konsequenter“ Weiterführung schließlich das Menschsein. Es ist wichtig, sich diese Entwicklungen an historischen Beispielen immer wieder vor Augen zu führen. Um achtsam zu sein, nicht zu übersehen, wann der Vorkrieg beginnt.

Blowin’ in the Wind – Vom Singen für den Frieden …

Geschichtswerkstatt, 9.–13. Schulstufe, Museum für Geschichte, Ausstellung POP 1900–2000. Populäre Musik in der Steiermark (mit Viktoria Wind), Dauer: 1,5 h
Musiker/innen entwerfen in ihren Songs oft Utopien für die Zukunft, kritisieren die Gegenwart oder fordern zum Handeln auf. Ein häufiges Thema ist dabei die Vorstellung von einer besseren, friedlichen Welt. Im Rahmen unserer Geschichtswerkstatt zur Ausstellung POP 1900-2000 werden  wir uns Songs anhören, die sich im weitesten Sinne dem Thema Frieden widmen. Wir beschäftigen uns mit einzelnen Beispielen, stellen Fragen und suchen Antworten: In welchem historischen Kontext stehen die Songs? Welche Bedeutung hat „Friedensmusik“ für uns? Welche friedlichen Utopien werden damit entworfen? Was können wir heute tun, damit aus dem Singen für den Frieden ein Handeln für den Frieden wird?
 

Ein Krieg – drei Geschichten. Verschiedene Blicke auf ein und dasselbe

9.–13. Schulstufe, Landeszeughaus (mit Christoph Kugler), Dauer: 1,5 h
Die Geschichte eines Krieges kann man aus verschiedenen Gesichtspunkten sehen und erzählen. Je nachdem, wer spricht, verändert sich die Perspektive. Seien es Befehlshaber, Befehlsempfänger oder Zivilisten, immer wird sich die Sichtweise verändern, jeder wird anders und anderes erzählen. Anhand des Dreißigjährigen Kriegs soll genau das besprochen und überlegt werden: Wie verändert sich ein und dieselbe Geschichte, wenn der Erzähler wechselt? Was bedeutet eine „erfolgreiche Schlacht“ für Befehlshaber, Befehlsempfänger oder Zivilisten? Dasselbe? Etwas anderes? Diskutieren wir darüber.
 

Meine Geschichte

3.–13. Schulstufe, Museum für Geschichte (mit Irida Kulla), Dauer: 1,5 h
Das Recht, in Frieden zu leben, schließt auch das Recht ein, sich mit all seinen Talenten und Möglichkeiten in Freiheit entwickeln zu können. Doch wie kann das gelingen, wenn andauernd versucht wird, das eigene Denken einzuschränken? Was bedeutet die Freiheit zu denken, wenn man nicht weiß, was man seinem Nachbarn erzählen kann, ohne Gefahr zu laufen, denunziert und angezeigt zu werden? Eine junge Frau, die in einer Diktatur aufgewachsen ist, erzählt ihre Geschichte und spricht mit euch darüber, wie es gelingen kann, angesichts solch massiver Beschränkungen der persönlichen Freiheit dennoch ein Gefühl für das Recht auf Frieden und Freiheit zu entwickeln.

Krieg und Frieden in der Natur

9.–13. Schulstufe, Naturkundemuseum, Dauer: ca. 50 min
„Krieg und Frieden“ liegen auch in der Natur sehr eng beieinander. Ob bei Tieren oder Pflanzen – der Konkurrenzkampf ist allgegenwärtig. Nahrung, Reviere, Partner/innensuche oder Feinde sind nur einige Bereiche mit Konfliktpotenzial. Was aber haben die meisten Organismen gemein? Das Ziel, erst gar keinen wirklichen Krieg zu beginnen! Im Zuge eines Rundganges zeigen wir diverse Formen auf, welche sich im Laufe der Evolution entwickelt haben, um ein gutes Mit- und Nebeneinander zu ermöglichen. Dabei erfahren wir auch, was einem scheinbar unvermeidbaren Kampf vorangeht. 

UNSERE TIPPS: Falls der Aktionstag ausgebucht ist ...

Sommerwoche 2009, Foto: UMJ

Für Schüler/innen

Der Weltfriedenstag kompakt - zum Wunschtermin!



Über absurde Kriegsgründe, komplexe Begriffe und kriegerische Redewendungen.

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Weltfriedenstag 2017, Auslage Landeszeughaus,

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Weltfriedenstag für Individual-Besucher/innen



Neben dem etablierten Schwerpunkt für Schulen richtet sich das Programm vermehrt an ein breiteres Publikum und zeigt Ergebnisse zum Teil langjähriger, zum Teil aktueller thematischer Kooperationen ...

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Landeszeughaus

Herrengasse 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9810
info-zh@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
01. November 2018 bis 01. April Di-So, Feiertag 11 - 15 Uhr

nur im Rahmen von Führungen zugänglich


02. April bis 31. Oktober Di-So, Feiertag 10 - 17 Uhr

auch ohne Führung zugänglich (Audioguide, Broschüre)


01. November bis 31. März 2020 Di-So, Feiertag

nur im Rahmen von Führungen zugänglich.



Ihre Buchungsanfrage nehmen wir gerne persönlich ab sofort entgegen (sofern nicht anders angegeben): Di–So, 10–17 Uhr (Nov.–März: dienstags nur bis 15 Uhr).

 

22. April
10. Juni

24. bis 25. Dezember

Kosten:

Angegebene Preise verstehen sich (wenn nicht anders angegeben) pro Schüler/in im Klassenverband inkl. Eintritt (2 Begleitpersonen pro Klasse frei – ausg. erhöhter Betreuungsbedarf) bzw. pro Kind der Kindergartengruppe bei freiem Eintritt (1 Begleitperson pro 6 Kindergartenkindern frei – ausg. erhöhter Betreuungsbedarf).


Bitte beachten Sie, dass Ihre ​Terminanmeldung verbindlich​ ist! Sollten Sie eine Stornierung​ oder Änderung des Termins wünschen, ist dies ​bis spätestens 48​ ​Stunden vor dem gebuchten Termin kostenlos​ möglich – bitte geben Sie uns rechtzeitig Bescheid. Ihr ​Nichterscheinen​ verursacht uns Kosten, die wir im Falle einer zu späten bzw. nicht erfolgten Absage an Sie weiterverrechnen müssen: ​50 % des Rechnungsbetrages​ bzw. bei Schulen ein Mindestbetrag von 25 € pro gebuchter Vermittlerin/gebuchtem Vermittler.

Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Gruppe ​pünktlich​ am vereinbarten Treffpunkt versammelt ist. Ab einer Verspätung von 10 Minuten kann es aus logistischen Gründen zu einer Verkürzung oder zum Entfall der Führung/des Vermittlungsprogramms kommen.

Für alle Besuche gilt die Hausordnung des Universalmuseums Joanneum.