Arkebusen und Musketen

Luntenschlossmuskete, Steiermark, um 1620

Foto: UMJ/N.Lackner

Die Arkebuse ist eine etwa einen Meter lange Feuerwaffe, die aufgrund ihrer Länge und ihres leichten Gewichts von Reitern benutzt werden konnte. Bei den Fußsoldaten löste die Muskete Ende des 16. Jahrhunderts die Arkebuse ab. Musketen sind schwere, lange Gewehre, die auf einer Stützgabel, der Musketengabel, aufgelegt werden mussten. Die für jeweils einen Schuss erforderliche Menge an Pulver befand sich in Pulverfläschchen aus Holz mit Lederüberzug, von denen 10–12 Stück an einem Lederriemen, dem Bandelier, hingen. Durch ihre Länge hatten Musketen im Gegensatz zu Arkebusen eine gesteigerte Reichweite und Durchschlagskraft und wurden somit zur Hauptwaffe der Infanterie.

 

Im 17. Jahrhundert entstanden systematische Exerzierordnungen, die den genauen Ablauf der Handhabung der Musketen beschrieben, damit sich die Soldaten beim Laden und Schießen nicht gegenseitig behinderten. Zudem wurde mit der Einführung des Exerzierens das Laden und Schießen in ständigen Wiederholungen geübt, sodass die Soldaten entsprechende Befehle synchron ausführen konnten, um die Wirksamkeit der Waffen zu erhöhen. Ein bekanntes Exerzierreglement erschien 1607 in den Niederlanden; der Kupferstecher Jacob de Gheyn II. versah jeden Befehl zur Handhabung des Gewehres und der Bewegung des Soldaten mit grafischen Darstellungen.

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