Landeszeughaus. Kurzführer

Die Zeit vom 15. bis zum 18. Jahrhundert war für die als „Innerösterreich“ bezeichneten Herzogtümer Steiermark, Kärnten und Krain durch anhaltende bewaffnete Überfälle und kriegerische Auseinandersetzungen mit ungarischen Rebellen sowie dem Osmanischen Reich geprägt.

Vor diesem Hintergrund ließen die steirischen Landstände zur Mitte des 17. Jahrhunderts das „landschaftliche Zeughaus“ erbauen. Als Waffendepot stellte es fortan die wichtigste Ausrüstungs-Zentrale im Südosten des habsburgischen Reiches dar.

Mit dem Rückgang der bewaffneten Konflikte im 18. Jahrhundert verlor das Zeughaus seine Bedeutung. Die Landstände erbaten seine Erhaltung als „Denkmal der Landesgeschichte“. 1882 wurde die Rüstkammer erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mit ihrer Eingliederung in das von Erzherzog Johann gegründete Joanneum wurde sie im ausgehenden 19. Jahrhundert endgültig musealisiert.

Heute gilt das Landeszeughaus als die größte erhaltene historische Waffenkammer der Welt. Es ist mit rund 32.000 Objekten Zeugnis einer konfliktreichen Zeit, Denkmal zur Landesgeschichte, sensibles Erbe sowie restauratorische und museologische Herausforderung.

Herausgeberin: Bettina Habsburg-Lothringen,

© Universalmuseum Joanneum

83 S., Preis: 8,90 €
 

Landeszeughaus

Herrengasse 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9810
zeughaus@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten


1. April 2022 bis 30. Oktober 2022 Di-So, Feiertag 10 - 18 Uhr ohne Führung zugänglich (Broschüre)


1. bis 30. November 2022 Di-So, Feiertag nur mit Führung zugänglich

1. Dezember 2022 bis 31. März 2023 Di-So, Feiertag 11 und 14 Uhr ohne Führung zugänglich (Broschüre, optional mit Kulturauskunft)


Führungen
Termine finden Sie im Kalender oder nach Voranmeldung. Aufgrund der aktuellen Covid-Bestimmungen ist die Teilnehmen*innen-Anzahl begrenzt.

 

15. August 2022
26. Dezember 2022

24. bis 25. Dezember 2022