Das göttliche Kind

Erscheinung des Herrn

Schon die frühe Kirche verkündet die doppelte Natur des Heilands: Christus ist Gott und Mensch zugleich. Die Kindheitsgeschichte offenbart seine menschliche Seite. Dinge des Alltags finden zunehmend Eingang in die Kunst und machen die Heilsgeschichte leichter verständlich. Im einfachen Stall, fern irdischer Größe, nimmt die Erlösung der Menschheit ihren Anfang.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildinformationen

Geburt Christi

Ohne Pomp, schlicht und einfach, konzentriert sich hier die Darstellung der Geburt Christi auf die Protagonist*innen der Handlung. Maria ist von höfischer Eleganz geprägt und mit einem Brokatkleid ausgestattet. Selbst Josef, eigentlich als einfacher Zimmermann überliefert, ist mit weich fließenden Stoffen gekleidet und trägt eine Bergwerkslampe. Das Licht ist ein Symbol der Andacht, die mit Gott verbindet, und ein Sinnbild der Wachsamkeit und Bereitschaft.

Die Tafel steht im Zusammenhang eines größeren Ensembles mit der Erzählung des heiligen Florian, dem einzigen historisch überlieferten, unter Kaiser Diokletian 304 n. Chr. gefolterten christlichen Märtyrer Österreichs. Die Größe der einzelnen Tafeln, im Quadrat von etwa je 85 cm, lässt an einen überdimensionalen Flügelaltar denken. Vier weitere Tafeln sind in der Alten Galerie ausgestellt.

Geburt Christi
Steirischer Maler (?), um 1490
Tempera auf Fichte
Inv.-Nr.: 337

Anbetung der Könige

Anbetung der Könige
Steiermark, um 1490
Tempera auf Holz
Inv.-Nr.: 340

Anna Selbtritt

Anna Selbdritt
Marx Reichlich, Werkstatt, um 1500
Tempera auf Holz
Inv.-Nr.: 396