Fokus Alte Galerie: Krieg in Bildern – früher und heute

Unterrichtsmaterial

 

Ergänzen und vertiefen Sie Ihren Besuch bei uns mit maßgeschneiderten Materialien! Das Team der Kulturvermittlung Schloss Eggenberg unterstützt Sie bei der Vor- und Nachbereitung Ihres Museumsbesuchs mit der Klasse. 


Feedback erwünscht! Die Unterrichtsmaterialien sollen künftig erweitert und ergänzt werden, gestützt von zahlreichen Rückmeldungen engagierter Pädagog*innen – Vorschläge dazu sind herzlich willkommen: kunstundkulturvermittlung@museum-joanneum.at

Infos für Pädagog*innen 

Ideen zur Nachbereitung

Die Unterlagen als PDF-Download

Erforderliche Vorläuferfähigkeiten

 

  • Die Alte Galerie sollte bekannt sein.

Intention des Programmes

Dieses Programm wurde explizit für das Maturatraining geschaffen. Inhalte, in diesem Fall der Dreißigjährige Krieg und die Interpretation von Bildern und Fotografien, sollen wiederholt und reflektiert werden. Außerdem sollen Methoden und Kompetenzen erworben werden, um für die mündliche Matura zu trainieren.

Aufbau

Im Rahmen des dialogischen Rundgangs werden historische Kriegsbilder besprochen und mit heutigen Kriegsfotografien verglichen. Hauptschwerpunkte dabei bilden eine kritische Auseinandersetzung mit Künstler, Motiv, Motivation und Historizität. Die Schüler/innen arbeiten selbstständig und autonom, aber mit Hilfe und unter Anleitung der Kunst- und Kulturvermittler/innen, die als Moderatorinnen/Moderatoren von Wissen anwesend sind, um Zugänge und Verknüpfungen zu schaffen. Das Thema bildet eine gute Grundlage für ein Weiterarbeiten in der Schule.

Bezüge zum Lehrplan und angestrebte Kompetenzen (1)

5. und 6. Klasse


5. Klasse
1. und 2. Semester

Historische Methodenkompetenz (Re- und De-Konstruktionskompetenz)

 

  • Bildliche Quellen beschreiben, analysieren und interpretieren
  • Geschichtskulturelle Produkte als Orte des historischen Erzählens erkennen
  • Geschichtskarten lesen
  • Die unumgängliche Perspektivität und Intention von historischen Quellen feststellen



6. Klasse
3. Semester – Kompetenzmodul 3

Historische Methodenkompetenz (Re- und De-Konstruktionskompetenz)

 

  • Quellen und Darstellungen hinsichtlich ihrer Charakteristika unterscheiden
  • Quellenbezüge in Darstellungen der Vergangenheit herausarbeiten
  • Historische Orientierungskompetenz
  • Offene und pluralistische Diskussionen zur Nutzung der historischen Erkenntnisse für die Gegenwart und Zukunft führen



Politische Sachkompetenz

 

  • Fachliche Begriffe/Konzepte des Politischen anhand von Bildern und Fotografien etc. klären und die dortigen Definitionen vergleichen sowie Unterschiede erkennen



Politische Urteilskompetenz

 

  • Eigene und fremde Urteile und Teilurteile auf ihre Begründung und Relevanz hin untersuchen
  • Eigene politische Urteile und Überzeugungen in ihrer Bedingtheit (Interessen, Standortgebundenheit) erkennen sowie die Bereitschaft aufbringen, diese zu modifizieren und/oder zurückzunehmen
  • Vernachlässigte Interessen in Urteilen erkennen und die damit verbundenen Konsequenzen abschätzen

 


Themenbereiche

Vom Beginn der Neuzeit bis zum Ersten Weltkrieg unter Berücksichtigung von Gegenwartsphänomenen
 

  • Sozioökonomische und geistig-kulturelle Umbrüche in der Frühen Neuzeit in verschiedenen sozialen Schichten
  • Soziale, politische und wirtschaftliche Dynamik in und zwischen neuzeitlichen Herrschaftsgebieten
  • Herrschafts- und Staatsformen und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Kultur




Historische Methodenkompetenz (Re- und De-Konstruktionskompetenz)

 

  • Fachspezifische Recherchefähigkeiten für die Erstellung einer eigenen Darstellung der Vergangenheit (historische Narration) entlang einer historischen Fragestellung entwickeln (z. B. Fachliteratur sichten, Nutzung von Internetarchiven)
  • Gattungsspezifik von Darstellungen der Vergangenheit (z. B. Spielfilm, Comic, Roman, Internetseite) erkennen 
  • Die in Darstellungen der Vergangenheit verwendeten Quellenaussagen mit historischen Originalquellen vergleichen



Historische Sachkompetenz

 

  • Geschichte als Konstruktion der Vergangenheit wahrnehmen (Konstruktivität)

     

Historische Orientierungskompetenz

 

  • Erkenntnisse von Darstellungen der Vergangenheit, die andere angefertigt haben, zur individuellen Orientierung (hinsichtlich der Bewertung der Vergangenheit und möglicher Handlungsoptionen) in der Gegenwart und Zukunft nutzen



Politische Handlungskompetenz

 

  • Eigene Meinungen, Werturteile und Interessen artikulieren und (öffentlich) vertreten
  • Entscheidungen erst nach Abwägen verschiedener Standpunkte treffen

 

Themenbereiche

Vom Beginn der Neuzeit bis zum Ersten Weltkrieg unter Berücksichtigung von Gegenwartsphänomenen

 

  • Instrumentalisierungen von Kultur und Ideologie in Politik und Gesellschaft über
  • Geschichtsbilder und -mythen sowie historische Legitimationsversuche in Gegenwart und Vergangenheit

7. und 8. Klasse

7. Klasse

Historische Fragekompetenz

 

  • Eigenständige Fragen zu Entwicklungen in der Vergangenheit formulieren

 

Historische Methodenkompetenz (Re- und De-Konstruktionskompetenz)

 

  • Gattungsspezifik von historischen Quellen für ihre Interpretation berücksichtigen
  • Aus den Ergebnissen der Quellenarbeit und den Erkenntnissen aus Darstellungen eine selbstständige historische Darstellung entlang einer historischen Fragestellung erstellen

     

Politikbezogene Methodenkompetenz

 

  • Medial vermittelte Informationen kritisch hinterfragen (Einfluss der medialen Präsentationsformen reflektieren, unzulässige Vereinfachungen der möglichen Aussagen erkennen, unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten erörtern)



Themenbereiche

Politische, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklungen vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart


7. Klasse
6. Semester – Kompetenzmodul 6

Historische Methodenkompetenz (Re- und De-Konstruktionskompetenz)

 

  • Darstellungen der Vergangenheit kritisch systematisch hinterfragen (de-konstruieren)
  • Aufbau von Darstellungen der Vergangenheit (z. B. inhaltliche Gewichtungen, Argumentationslinien, Erzähllogik) analysieren



Themenbereiche

Politische, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklungen vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart

 

  • Gesellschaftliche Veränderungen nach 1945 und ihre Auswirkungen auf den Alltag
  • Politisches Alltagsverständnis – die verschiedenen Dimensionen und Ebenen von Politik, Formen und Grundwerte der Demokratie und der Menschenrechte, Frauen- und Gleichstellungspolitik, Motivationen und Möglichkeiten politischer Beteiligungs-, Entscheidungs- und Konfliktlösungsprozesse



8. Klasse – Kompetenzmodul 7
7. Semester

Historische Methodenkompetenz (Re- und De-Konstruktionskompetenz)

 

  • Erstellen verschiedener Darstellungen der Vergangenheit in verschiedenen medialen Formen (z. B. Sachtext, Plakat, Video) zur gleichen Materialgrundlage (Quellen und Darstellungen) erproben
  • Perspektivität, Intention und Bewertungen in Darstellungen der Vergangenheit feststellen sowie deren Entstehungskontext berücksichtigen



Themenbereiche

Wesentliche Transformationsprozesse im 20. und 21. Jahrhundert und grundlegende Einsichten in das Politische

 

  • Österreich als Teil der europäischen und globalen Entwicklung im 20. und 21. Jahrhundert
  • das politische und rechtliche System Österreichs und der Europäischen Union sowie politische Systeme im internationalen Vergleich
  • europäische Integrationsbestrebungen und Globalisierungsprozesse – Chancen und Konfliktpotenziale
  • Rolle der (Neuen) Medien zwischen Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft; Geschichtsdarstellungen in Neuen Medien



8. Klasse – Kompetenzmodul 7
8. Semester

Historische Fragekompetenz

 

  • Einfluss der Fragestellung auf die Darstellung erkennen

 

 

Politische Urteilskompetenz

 

  • Vorliegende Urteile hinsichtlich ihres Entstehungskontextes auf ihre Kompatibilität mit Grund- und Freiheitsrechten (insbesondere Menschenrechte) überprüfen
  • Folgen von Entscheidungen und Urteilen abschätzen

 

 

(1): Folgende Passagen folgen inhaltlich dem Lehrplan https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008568&FassungVom=2018-09-01, 25.02.2019

Lernziele

Die Schüler/innen sollen …

 

  • ... Kritische Fragen zu Künstler, Motiv, Motivation und Historizität stellen,
  • ... selbstständig arbeiten, ihre Erkenntnisse unter Anleitung der Kunst- und Kulturvermittler/innen vorstellen können Bilder und Fotografien beschreiben können.
  • .... kritische Fragen zu Künstler, Motiv, Motivation und Historizität stellen,
  • ... selbstständig arbeiten,
  • ... ihre Erkenntnisse unter Anleitung der Kunst- und Kulturvermittler/innen vorstellen können.

 

Ideen zur Nachbereitung

Recherche und Bildanalyse

Recherchieren von Bildern aus Tageszeitungen zum Thema Krieg, Flüchtlinge, Fake News unter Aufsicht im Netz und anschließende Analyse nache den im Museum gelernten Kriterien ...

Feedback und Anregungen ...

 

.... schicken Sie bitte direkt an das Team der Kulturvermittlung in Schloss Eggenberg:
eva-maria.pomberer@museum-joanneum.at

 

Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören!
 

Alte Galerie, Schloss Eggenberg

Eggenberger Allee 90
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9560
info-eggenberg@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten


1. November bis 19. Dezember 2021 nur mit Führung nach Voranmeldung

1. April bis 30. Oktober 2022 Di-So, Feiertag 10 - 18 Uhr 

1. November bis 18. Dezember 2022 nur mit Führung nach Voranmeldung
 

Diese Informationen bitte bei Buchungsanfragen parat haben

Ihre Buchungsanfrage nehmen wir gerne online via Buchungsformular sowie persönlich zu unseren Öffnungszeiten entgegen (wenn nicht anders angegeben).

 

8. Dezember 2022 (

mit gebuchter Führung

)
10. April 2023
1. Mai 2023
29. Mai 2023


Kosten:

Angegebene Preise verstehen sich (wenn nicht anders angegeben) pro Schüler/in im Klassenverband inkl. Eintritt (2 Begleitpersonen pro Klasse frei – ausg. erhöhter Betreuungsbedarf) bzw. pro Kind der Kindergartengruppe bei freiem Eintritt (1 Begleitperson pro 6 Kindergartenkindern frei – ausg. erhöhter Betreuungsbedarf).


Bitte beachten Sie, dass Ihre ​Terminanmeldung verbindlich​ ist! Sollten Sie eine Stornierung​ oder Änderung des Termins wünschen, ist dies ​bis spätestens 48​ ​Stunden vor dem gebuchten Termin kostenlos​ möglich – bitte geben Sie uns rechtzeitig Bescheid. Ihr ​Nichterscheinen​ verursacht uns Kosten, die wir im Falle einer zu späten bzw. nicht erfolgten Absage an Sie weiterverrechnen müssen: ​50 % des Rechnungsbetrages​ bzw. bei Schulen ein Mindestbetrag von 25 € pro gebuchter Vermittlerin/gebuchtem Vermittler.

Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Gruppe ​pünktlich​ am vereinbarten Treffpunkt versammelt ist. Ab einer Verspätung von 10 Minuten kann es aus logistischen Gründen zu einer Verkürzung oder zum Entfall der Führung/des Vermittlungsprogramms kommen.

Für alle Besuche gilt die Hausordnung des Universalmuseums Joanneum.