„Irgendwo auf diesem Weg, beginnt in Dir selber der Frieden“ 

 Auf den Spuren von Herbert Zand zu seinem 103. Geburtstag

14.11.2026
schwarz-weiß Foto von Herbert Zand mit einem Buch in seinen Händen schwarz-weiß Foto von Herbert Zand mit einem Buch in seinen Händen

Bildinformationen

Datum

14.11.2026

Uhrzeit

18:00

Ort

Schloss Trautenfels, Marmorsaal

Kosten

25 € (Vorverkauf) / 30 € (Abendkassa)

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Über die
Veranstaltung

"Während Dreharbeiten zum Altaussseekrimi bin ich im Schloss Trautenfels, in der Sonderausstellung Mensch, Welt und Ding. Eine Region erzählt, zum ersten Mal auf Texte von Herbert Zand gestossen und war sofort gefangen.

 

Nach Zusammenstellung einer kleinen Auswahl seiner Texte hatte meine liebe Kollegin Marion Mitterhammer den Einfall, eine Zand-Lesungsreihe im Schloss Trautenfels und damit auch in Zands Heimat zu beginnen. Vonseiten des Museums und der Region wurde dieser Vorschlag gleich sehr positiv aufgenommen."

 

Johannes Zeiler

 

Zum Autor und zu seiner Bedeutung für unsere Zeit

 

Herbert Zand wurde in früher Jugend an die Fronten des Zweiten Weltkrieges geworfen und blieb – wie viele seiner Generation – auch nach seiner Rückkehr durch und durch von den Jahren des Krieges gezeichnet. Während man angehalten war, einen dicken Strich hinter das Entsetzen der Schlachtfelder und der Lager zu setzen und das Erlebte zu verdrängen, zählte Herbert Zand zu den wenigen, die das heimliche, aufwendig verleugnete und doch wahre Schicksal seiner Generation lebten. Dafür legte er in seinen beeindruckenden Schriften Zeugnis ab.

 

Heute, nur wenige Jahrzehnte später, stehen die Zeichen in Europa wieder auf Krieg. Vor diesem Hintergrund bieten sich die Werke von Herbert Zand an, nach Hinweisen, Warnungen und Einsichten zu suchen – und unerwartet findet man neben all dem Grauen auch Spuren, die Hoffnung geben: Hoffnung, oder zumindest den klaren Blick auf die Wahrheit.

 

Man begegnet Figuren, die sich an Freude erinnern, wie Mrs. Kossygian bei ihrer Rückkehr nach Wien, auch die OP-Schwester Maja, die dem verwundeten Waisenkind im Kriegslärm von goldenen Bällen erzählt, oder wie Demosthenes, der gegen den Strom schwimmt und Stärke zeigt.