Alphorn und Hirtenhorn in Europa

19.03. - 31.10.2005
Fünf verschiedene Alphörner aus hellem oder dunklem Holz stehen vor einer weißen Wand. Fünf verschiedene Alphörner aus hellem oder dunklem Holz stehen vor einer weißen Wand.

Bildinformationen

Laufzeit

19.03. - 31.10.2005

Ort

Schloss Trautenfels

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Über die
Ausstellung

Die Sonderausstellung „Alphorn und Hirtenhorn in Europa“ im Landschaftsmuseum im Schloss Trautenfels räumt mit dem weit verbreiteten Vorurteil auf, das Alphorn sei eine Schweizer Erfindung. Überall auf der Welt, wo es Hirten gegeben hat oder immer noch gibt, gab es auch Gebrauchsinstrumente, um das Vieh anzulocken und zu lenken. Diese zum Teil kuriosen Instrumente haben Hirten jedoch nicht nur der Verständigung mit Tieren, sondern auch mit ihren Kollegen gedient. Mit den verschiedenen Hörnern wurden oft lebenswichtige Signale gegeben, wurde gewarnt und gerufen oder auch musiziert. Verschwindet der Berufsstand der Hirten aus einer Kultur, so geraten auch diese Instrumente in Vergessenheit. Hornähnliche Instrumente sind weit über den alpinen Raum hinaus in vielen Kulturen verbreitet. Entlockte man zunächst den primitiv hergestellten Instrumenten aus Holz, Rinde und Horn nur einfache Naturtöne, so perfektionierte sich im Laufe der Geschichte ihre Herstellung bis zur heutigen Verwendung als Blasinstrumente. Die Ausstellung im Landschaftsmuseum Schloss Trautenfels zeigt nicht nur Alp- und Hirtenhörner in Europa, sondern veranschaulicht auch die historische Entwicklung der Naturhörner von den Urformen bis zur heutigen Perfektionierung als Musikinstrumente. Franz Schüssele, Alphorn und Hirtenhorn in Europa. 2000. Gälfiäßler Verlag, Jahnstraße 8, 77948 Friesenheim (www.alphorn-center.de) Druck & Verlag Obermayer GmbH, Bahnhofstraße 33, 86807 Buchloe (www.blasmusik-shop.de)


Kuriosa innerhalb der Gruppe eines kuriosen Instruments

Die längsten Alphörner sind 47 Meter lang und nicht zu bespielen; eine Payze kommt aus Sibirien und wird nicht geblasen, sondern „gesaugt“; Sonnenblumentrompeten stammen aus Tschechien; und was ist eine Lure?

All das kann man ab 19. März im Schloss Trautenfels erfahren und teilweise ausprobieren.