Eggenberger Altar

Angesichts der unsicheren Zeitumstände lag es nahe, sich Maria, der „Helferin der Christen“, anzuvertrauen. So steht die Gottesmutter auch im Zentrum des prächtigen Eggenberger Altaraufbaues, den Balthasar vor 1470 stiftete. Davon zeugen heute noch die 13 Bildtafeln, während der übrige Aufbau im 18. Jahrhundert demontiert wurde. Maria ist von musizierenden Engeln umgeben und wird von den beiden Heiligen Fabian und Sebastian flankiert. Zum unmittelbaren Hofstaat der Himmelskönigin gehören auch die vier Märtyrerinnen Dorothea, Margaretha, Katharina und Barbara, die neben der Mitteltafel gezeigt werden. An den Innenseiten der Altarflügel sind die zwölf Apostel dargestellt, während die Außenflügel 12 der gerade in dieser Zeit viel verehrten 14 Nothelfer schmücken.

Im Mittelalter wurden Flügelaltäre nur zu hohen Feiertagen geöffnet. Dies erklärt auch den enormen künstlerischen Aufwand für die Innenseite: Goldgrund und kostbar geschnitzte Altararchitektur bilden den Hintergrund für die in prachtvollen Gewändern gezeigten Heiligen. Im Vergleich zu anderen steirischen Tafelbildern dieser Zeit stellt der Eggenberger Altar eine besondere Kostbarkeit dar und ist damit auch ein Beweis für die gehobene Stellung der Eggenberger im 15. Jahrhundert.

Schloss Eggenberg

Eggenberger Allee 90
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9532
F +43-316/8017-9555
eggenberg@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten


Prunkräume:
1. April bis 31. Oktober 2017
24. März  bis 31. Oktober 2018 
nur im Rahmen einer Führung zugänglich

 
Führungen: Di-So, Feiertag um 10, 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr (ausnahmsweise Abweichungen möglich) sowie zusätzlich nach Voranmeldung.

Gruppen ab 7 Personen nur gegen Voranmeldung.

Schlosspark und Gärten:
1. April - 31. Oktober: täglich 8-19 Uhr
1. November - 23. März: täglich 8-17 Uhr  
1. Jänner 2018: ausnahmsweise 10-17 Uhr
24. März  bis 31. Oktober 2018: täglich 8-19 Uhr
November 2018 - März 2019: täglich 8-17 Uhr