Silber
Bildinformationen
Material
Silber
Gewicht
43,34 g
Durchmesser
47 mm
Datierung
1620
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„Der Fürst war von der Natur mit einem wunderbaren Urteilsvermögen, einem rasch zupackenden Intellekt, großer Merkfähigkeit und Beredsamkeit sowie mit einem überaus schönen Aussehen ausgestattet. In religiösen Dingen war er ein Eiferer, in der Verstellungskunst ein Meister, überaus glücklich im Geben und Erläutern von Ratschlägen.“
Mit diesen Worten charakterisiert der lateinische Hofkalender des Jahrs 1637 Hans Ulrich von Eggenberg (1568-1634), dem innerhalb weniger Jahrzehnte der Aufstieg zu einem der einflussreichsten katholischen Fürsten des Heiligen Römischen Reiches gelungen war. Verheiratet war er mit Sidonia Maria von Thannhausen, die er 1598 – im Jahr seiner Erhebung in den Freiherrenstand – ehelichte. Seine Frau, Tochter des Erblandjägermeisters Conrad von Thannhausen, schenkte ihm fünf Kinder, darunter den Erben Johann Anton, verstarb aber bereits 1614.
1620 – wahrscheinlich anlässlich der Vermählung seiner zweiten Tochter Maria Franziska mit dem geheimen Rat und Obersthofmarschall Karl Leonhard von Harrach – ließ Hans Ulrich eine Medaille anfertigen, die den Fortbestand seiner Ehe mit Sidonia Maria über den Tod hinaus verkündet.
Die gegossene Medaille ist ein Werk des italienischen Architekten, Malers und Medailleurs Giovanni Pietro de Pomis (1599-1633), des bedeutendsten Künstlers am innerösterreichischen Hof.