Ungarischer Säbel

Steiermark, 4. Viertel 16. Jahrhundert

Foto: UMJ

Die steirischen Landstände rüsteten ab dem letzten Viertel des 16. Jahrhundert leichte husarische Reiter aus, die vor allem an der Militärgrenze eingesetzt wurden. Sie wurden aus der christlichen Grenzbevölkerung Ungarns und Kroatiens rekrutiert, die schon seit dem 15. Jahrhundert mit der Kampfweise der Osmanen vertraut war und aufgrund ihrer Wendigkeit sowie guten Geländekenntnisse besser gegen türkische Streifreiter (Akindischi) einzusetzen war als die schweren Reiter (Kürassiere). Dementsprechend war auch ihre Ausrüstung der des Gegners angepasst, was nicht nur in der Schutzausrüstung, sondern auch in der Verwendung des Säbels zum Ausdruck kommt. Der Säbel ist eine alte mongolische Reiterwaffe, die von den Osmanen ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts über den Balkan nach Europa gebracht und im 15. Jahrhundert von den Ungarn übernommen wurde. Er setzte sich schließlich im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts auch in der Steiermark durch. Trotz seines Namens wurde der ungarische Säbel in steirischen Werkstätten hergestellt.

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1.  November 2022 bis 31. März 2023 Di-So, Feiertag nur mit Führung zugänglich

1. April 2023 bis 31. Oktober 2023 Di-So, Feiertag 10 - 18 Uhr ohne Führung zugänglich (Broschüre)
1. bis 30. November 2023 Di-So, Feiertag nur mit Führung zugänglich
1. Dezember 2023 bis 31. März 2024 Di-So, Feiertag 11 und 14 Uhr ohne Führung zugänglich (Broschüre, optional mit Kulturauskunft)


Führungen
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10. April 2023
1. Mai 2023
29. Mai 2023

24. bis 25. Dezember 2022
21. Februar 2023
24. bis 25. Dezember 2023