Mi, 6.12.2017, 16 Uhr
1 Hegemoniale Männlichkeit, protest masculinity, caring masculinity – Männlichkeiten in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße
Was haben Institutionen wie das Finanzamt oder das Gericht mit Geschlechtern zu tun? Inwieweit haben sich Geschlechterverhältnisse historisch entwickelt und was hat das alles mit caring masculinities zu tun?
Im Rahmen dieses Rundganges wird das erste der fünf Fanzines des Kunstprojektes „Gyges und sein Ring“ von Sir Meisi (Ruby Sircar und Wolfgang Meisinger) präsentiert.
Das Kunstprojekt begleitet ab Dezember 2017 bis Dezember 2018 das Projekt COMRADE CONRADE. In fünf Heften zu unterschiedlichen Themen werden Ideen und Fragen gesammelt werden, die sich an die anderen Kunstprojekte anschmiegen und eine kleine Kontext- und Ideenwolke ausmachen wollen. Neben Sachthemen in den einzelnen Heften wird es auch noch eine fiktive Narration geben, die als Fortsetzungsgeschichte durch alle Hefte läuft. Neben dem entstehenden Textmaterial wird jedes Heft von einem kleinen künstlerischen Poster begleitet.
Fanzine 1: Frau Hollenstein und Herr Hötzendorf: Männlichkeit im Krieg und warum der Teufel nicht mit dem Belzemädchen auszutreiben ist?
Sa, 27.1.2018, 15 Uhr
2 Gedenkspaziergang zu „Stolpersteinen“ im Bezirk Jakomini
Gedenkspaziergang zu „Stolpersteinen“ im Bezirk Jakomini — Gedenksteinen nach dem Konzept des Künstlers Gunter Demnig für jene Menschen, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben, durch „Arisierung“ enteignet worden sind. Mit den „Stolpersteinen“ wird Menschen aller Opfergruppen gedacht: jüdischer Opfer, politischer, religiöser, ethnischer, homosexueller, „Euthanasie“-Opfer und Kriegsdienstverweigerer*innen.
So, 11.3.2018, 11 Uhr
3 Graz 1938: Propaganda und Inszenierung
In der Nacht vom 11. auf den 12. März 1938 übernahmen die Nazis die Macht in Österreich. Juden und politische Gegner wurden misshandelt und festgenommen. Eine bislang nicht gekannte Propagandamaschinerie mit Masseninszenierungen wurde in Gang gesetzt. Eine zentrale Rolle war dabei dem Gebiet bis zur Grazer Messe zugedacht.
Di, 1.5.2018, 16 Uhr
4 „Was wir fordern ist nicht viel – Selbstbestimmung bleibt das Ziel!“
Der Spaziergang bietet einen Blick auf die Kultur der Arbeit und Wirtschaft in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße und dem Bezirk Jakomini. Wir sehen uns dabei die sichtbaren und die unsichtbar gemachten Formen des Tätigseins aus einer geschlechtergerechten Perspektive an. Aktuelle und geschichtliche Anregungen bezogen auf Geschlecht und Herkunft bilden den Rahmen.
Fr, 4.5.2018, 14 Uhr
5 Ein inklusiver Stadtspaziergang
Wir erfahren im miteinander Reden und Gehen rund um den Standort der Lebenshilfe in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße 37a, wie unsichtbare Barrieren einerseits und wie Orte der sozialen Wärme andererseits aussehen: Peter Knieschek, Bote der Lebenshilfe, und Max Nemeczek, Künstler des Randkunst-Ateliers, führen uns durch ihr Jakomini. Zum Abschluss Gespräch und gemeinsame Jause in der Lebenshilfe-Zentrale.
Do, 21.6.2018, 17 Uhr
6 Jüdisches Jakomini? Eine Spurensuche
Im jungen Bezirk Jakomini ließen sich seit dem späten 19. Jahrhundert zahlreiche jüdische Familien nieder. Aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung und Vertreibung gibt es in der Gegenwart keine sichtbaren Spuren mehr. Der Rundgang zeichnet anhand unterschiedlicher Orte das ehemalige jüdische Leben nach. Neben dem Stadtkibbuz werden wir das Vereinsheim der Hakoah ebenso besuchen wie Wohnadressen von Vertriebenen.
Fr, 15.9.2018, 15 Uhr
7 Eröffnung der Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekte
Den internationalen Tag der Demokratie in den Mittelpunkt zu stellen und mit Kunst zu feiern bedeutet, sich der Wichtigkeit unseres derzeitigen Staatssystems bewusst zu werden und dieser Form des Zusammenlebens Ehre zu erweisen. Innerhalb eines Eröffnungsrundganges werden die temporären Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekte für die kommenden Wochen der Öffentlichkeit übergeben.
Mit Kunst-Projekten in Kooperation mit dem Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark von: Nayari Castillo / Hanns Holger Rutz, Reni Hofmüller, Sir Meisi, Johanna Tinzl, Eva Ursprung sowie einer Eröffnungsperformance von Maruša Sagadin
Zur Veranstaltung
Sa, 29.9.2018, 15 Uhr
8 Finissage der Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekte
Zwei Wochen nach der Eröffnung der Kunstprojekte im öffentlichen Raum werden wir gemeinsam über das Projekt und seine Auswirkungen auf die Straße diskutieren und die einzelnen Kunstprojekte auch performativ zu einem guten Ende bringen.
Mo, 12.11.2018
9 Aktionstag zur Republiksgründung
Wir laden Individualbesucher*innen und Gruppen ein, sich in unterschiedlichen Vermittlungs- und diskursiven Formaten im GrazMuseum und in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße mit Fragestellungen rund um die Republiksgründung auseinanderzusetzen.
So, 9.12.2018, 10 Uhr
10 Menschenrechte verorten in der CvH
Anlässlich des 70. Geburtstages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte machen wir uns auf den Weg, die Rechte und Garantien, die uns dieses Dokument verspricht, in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße zu verorten. Menschenrechte sind überall, betreffen uns alle und sind in unseren Leben allgegenwärtig. Dies soll bei diesem Spaziergang erfahren – ergangen – werden.