MeinMuseum

Ein Museum wird Teil der Nachbarschaft

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Über das Format

Wie kann ein Museum zu einem Ort werden, der wirklich allen gehört?

Mit dem Kooperationsprojekt „MeinMuseum“ gehen das Archäologiemuseum am Standort Eggenberg und die Wohngemeinschaft Algersdorf für Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigung genau dieser Frage nach – und setzen dabei auf langfristige Beziehung statt punktueller Angebote.

Im Sinne sozialer Nachhaltigkeit soll das Archäologiemuseum für die Bewohner*innen zu ihrem Museum in der Nachbarschaft werden. Das Projekt schafft dafür mehrere Zugänge: Die Teilnehmer*innen lernen das Museum vor Ort kennen, gleichzeitig kommt das Museum im Rahmen von Outreach-Formaten direkt in die Wohngemeinschft.
 

Neben dem gemeinsamen Kennenlernen steht auch die inhaltliche Auseinandersetzung im Mittelpunkt. Archäologisches Wissen wird partizipativ vermittelt und durch experimentelle, handwerkliche Zugänge erfahrbar gemacht – etwa durch das Ausprobieren historischer Techniken oder Materialien.

Ein erster thematischer Schwerpunkt lag auf „Essen und Trinken in Vorgeschichte und Antike“. Dabei spannte sich der Bogen von steinzeitlichen Jagdmethoden bis hin zu römischen Ess- und Trinkgewohnheiten. Anhand von Modellen wurde etwa sichtbar, wo sich in einem gehobenen römischen Haus das Speisezimmer befand und wie gemeinsames Essen organisiert war.

Ein weiterer Termin widmete sich ganz der römischen Küche: Mit modernen und nachgebauten historischen Küchengeräten wurden einfache Speisen wie Fladenbrote und Aufstriche zubereitet sowie ein typischer römischer Würzwein nachgekocht – und natürlich auch gemeinsam verkostet. So wurde Geschichte nicht nur erzählt, sondern mit allen Sinnen erlebbar.

Ziel ist es, eine nachhaltige Beziehung zwischen Museum und Wohngruppe aufzubauen, die über einzelne Besuche hinausgeht und echte Teilhabe ermöglicht. „MeinMuseum“ versteht sich dabei als offenes Modell mit Potenzial für weitere Ausbaustufen und eine langfristige Verankerung im inklusiven Vermittlungsangebot.

Ziele des Formats

  • Aufbau einer langfristigen Beziehung zwischen Museum und Wohngruppe
  • Stärkung von Teilhabe und Inklusion im kulturellen Bereich
  • Entwicklung des Museums als niederschwelliger Ort in der Nachbarschaft
  • Förderung von Selbstbestimmung und aktiver Mitgestaltung der Teilnehmer*innen
  • Vermittlung von archäologischem Wissen durch anschauliche, partizipative Methoden
  • Ermöglichung von sinnlichen und praktischen Zugängen zu Geschichte (z. B. durch Ausprobieren und Nachkochen)
  • Abbau von Barrieren und Berührungsängsten gegenüber dem Museum
  • Schaffung von sozialen Begegnungsräumen und gemeinschaftlichen Erlebnissen
  • Etablierung eines nachhaltigen, übertragbaren Vermittlungsmodells für inklusive Museumsarbeit

Einblicke

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