GELD.MACHT.FRAUEN

Finanzielle Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen zwischen Geschichte, Gegenwart und Praxis

Bildinformationen

Über das Format

Der Fachbereich Inklusion und Outreach des Universalmuseum Joanneum entwickelt gemeinsam mit dem Volkskundemuseum, dem Münzkabinett und dem FLiP im CoSA eine modulare Workshopreihe zur finanziellen Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen. Das Projekt verbindet Arbeits- und Geldgeschichte mit praxisnaher Finanzbildung und schafft Räume für Austausch, Reflexion und Empowerment. Dabei werden historische Perspektiven auf Frauenarbeit, Carearbeit und ökonomische Ungleichheit mit konkreten Fragen des heutigen Alltags verknüpft. Das Projekt orientiert sich am inklusiven und partizipativen Verständnis des Fachbereichs Inklusion und Outreach.

Ermöglicht wird das Projekt durch die Förderung von LEA – Let’s empower Austria im Rahmen des Förderaufrufs 2025 des Österreichischen Frauenfonds.

Finanzielle Unabhängigkeit ist eine zentrale Voraussetzung für Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe. Dennoch sind Frauen bis heute häufiger von finanzieller Unsicherheit betroffen. Ursachen dafür sind unter anderem geschlechterbezogene Rollenbilder, unbezahlte Carearbeit, Teilzeitbeschäftigung oder historisch gewachsene Ausschlüsse aus wirtschaftlichen Entscheidungsräumen.

„GELD.MACHT.FRAUEN“ greift diese Themen auf und verbindet kulturelle Bildung mit Finanzbildung. In dialogischen und interaktiven Formaten setzen sich Teilnehmerinnen mit der Geschichte von Arbeit, Geld und weiblicher Sichtbarkeit auseinander und entwickeln neue Perspektiven auf finanzielle Handlungsmöglichkeiten.

Das Projekt richtet sich insbesondere an Mädchen, junge Frauen und Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen sowie an Multiplikator*innen aus Bildung, Sozialarbeit und Kulturvermittlung.

Dank Förderung durch LEA - Let´s empower Austria kann die Workshopreihe für Mädchen und Frauen (3-65 Jahre) kostenlos angeboten werden.

Ziele des Formats

  • Stärkung der finanziellen Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen
  • Sichtbarmachung weiblicher Perspektiven in Arbeits- und Geldgeschichte
  • Abbau geschlechterbezogener Stereotype zu Arbeit, Geld und Verantwortung
  • Förderung von Handlungskompetenz und ökonomischem Selbstvertrauen
  • Entwicklung nachhaltiger Vermittlungsformate zu Geld- und Frauenthemen

Die Inhalte des Projekts werden durch interne Schulungen und Fortbildungen langfristig im Museum verankert. Ergänzend entstehen Workshopangebote zur selbstständigen Finanzbewältigung. Die entwickelten Vermittlungsformate sind modular aufgebaut und können auch an anderen Standorten und in unterschiedlichen sozialen Kontexten eingesetzt werden.

Drei Module in unterschiedlichen Häusern

Drei Module mit unterschiedlichem Fokus – von Arbeitswelt über Geldgeschichte bis Finanzbildung im Alltag – nähern sich dem Thema aus jeweils eigener Perspektive.

Modul 1 – Frauen in Berufsleben und Arbeitswelt im Volkskundemuseum am Paulustor

Im Volkskundemuseum steht das Thema „Frauenarbeit“ im Fokus. Anhand historischer Biografien von Frauen und ihren Berufen fragt der Workshop: Gibt es heute noch „typische“ Frauenberufe? Warum wird Hausarbeit weniger wertgeschätzt als Erwerbsarbeit? Und warum ist Care-Arbeit nach wie vor so ungleich verteilt? Ausgehend von den historischen Beispielen werden die eigene Berufswahl und aktuelle Einkommensunterschiede in den Blick genommen.

Modul 2 – Frauen auf Gold und Silber im Münzkabinett

Das Münzkabinett thematisiert Frauen in der Geschichte des Geldes. Im dialogischen Format geht es um die Entstehung des Geldes und die Biografien der dargestellten Frauen: Standen ihre Münzporträts für Macht, für Legitimation, oder waren sie bloße Ausnahme? Von dort schlägt der Workshop den Bogen zu Gender Pay Gap, Gender Pension Gap und Gender Investment Gap in der Gegenwart und macht sichtbar, wie sich historische Ausschlüsse bis heute finanziell auswirken.

Modul 3 – Frauen für Finanzbildung und Selbstermächtigung im FLiP im CoSA

Das Modul im Financial Life Park (FLiP) im CoSA verbindet niederschwellige Finanzbildung mit Austausch und Empowerment. In interaktiven Formaten geht es um Geld im Alltag, Berufswahl, Einkommen, finanzielle Unabhängigkeit und Konsum. Praxisnahe Fragen wie „Wie setzt sich ein Haushaltsbudget zusammen?“, „Warum ist ein eigenes Konto wichtig?“ oder „Wie erkenne ich Schuldenfallen?“ schaffen einen unkomplizierten Einstieg. Ziel ist es, Berührungsängste beim Thema Geld abzubauen und Teilnehmerinnen zu ermutigen, selbstbewusst über finanzielle Fragen zu sprechen und Entscheidungen zu treffen.

Termine

auf Anfrage ab Juli 2026

Die Module (je 1,5 Stunden) sind einzeln oder kombiniert für Gruppen von 10 bis 25 Personen buchbar, vor Ort im Museum oder als Outreach-Format.
Anmeldung erforderlich, Teilnahme kostenlos

Fixführungen für Individualbesucher*innen ab August 2026

zu den jeweiligen Themen in den drei Häusern

Das LEA-Team

Daniela Krismayer

Projektleitung und Umsetzung

Ellen Hoppenbrouwers

Projektmitarbeit

Birgit Kniebeiß

Projektmitarbeit

Christian Pomberer

Fachbereich Inklusion und Outreach, Overhead

Kontakt und Terminafragen

Einblicke

Ausstellungsansicht „Welten – Wandel – Perspektiven“

Bildinformationen

Ausstellungsansicht "FLiP im CoSA", Bereich "FLiP Fitness"

Bildinformationen

Ansicht Dauerausstellung Münzkabinett Schloss Eggenberg
Ausstellungsansicht Münzkabinett

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