Echo

Berichte und Stimmen zu Inklusion & Partizipation

Lesen Sie mehr über Inklusion & Partizipation im Universalmuseum Joanneum! 

Angelika Vauti-Scheucher im Gespräch: Zwischen Kunst, Kultur und Sozialem

Aus Anlass des einjährigen Bestehens der Stabsstelle Inklusion und Partizipation sprach die Volontärin Katharina Maitz mit Stabsstellenleiterin Angelika Vauti-Scheucher über ihre Arbeit. Für ihre große Mission, das Museum als „Ort des sozialen Geschehens“ noch besser zu etablieren, überlegt Vauti-Scheucher zusammen mit Kolleginnen und Kollegen laufend neue Projekte und Strategien 

Im Interview mit Katharina Maitz berichtete Angelika Vauti-Scheucher über ihre tägliche Arbeit, die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen. 

Seit 1. Oktober 2016 leiten Sie die Stabsstelle Inklusion und Partizipation. Was kann man sich darunter vorstellen?

Die Stabsstelle versteht sich als Drehscheibe, man kann sie auch als Netzwerk betrachten, weil sie für eine elementare Querschnittsaufgabe innerhalb des Museums zuständig ist. Ganz konkret kommt ihr die Aufgabe zu, neue, spezifischere oder bislang unerprobte Kooperationen anzudenken und diese zwischen dem Museum und Einrichtungen und Institutionen der Zivilgesellschaft zu etablieren. Im musealen Arbeitsfeld verfolgen wir immer auch einen öffentlichen Bildungsauftrag, daher arbeiten wir an der Schnittstelle zu Themen wie Inklusion und kulturelle Teilhabe auch – aber nicht ausschließlich – von beeinträchtigten, marginalisierten oder benachteiligten Gruppen. Auf den Punkt gebracht: Wir wirken Exklusion proaktiv entgegen und arbeiten bewusst mit den heterogenen Lebensrealitäten der Menschen in unserer Gesellschaft. 

Was genau bedeuten die Begriffe „Inklusion“ und „Partizipation“ im Kontext des Museums?

Inklusion und Partizipation durchwirken alle Bereiche des Museums. Ziel ist es, das Museum als „Ort des sozialen Geschehens“ noch stärker sichtbar zu machen. Und natürlich auch, dass wir mit den vielfältigen Programmen des Museums noch deutlicher auf Menschen zugehen. Wir müssen uns fragen, ob und wie wir allen Mitgliedern unserer diversen Gesellschaft ihr Recht auf kulturelle Teilhabe ermöglichen. Kunst und Kultur kann auf vielfältigste Weise erkennbar machen, dass Inklusion ein untrennbarer und zentraler Bestandteil jeglichen Diskriminierungsverbotes ist. Gelebte Inklusion und Partizipation verstehe ich in diesem Sinne als elementares Menschenrecht, und im Kontext des Museums als tragende Säule einer offenen und experimentierfreudigen Betriebskultur. 

Worin liegen die speziellen Herausforderungen dieser Position?

Meine erste Herausforderung war es, das große Konstrukt des Museums kennenzulernen. Schon davor kam ich zwar durch Kooperationen mit dem Universalmuseum Joanneum in Kontakt, aber Teil des Museumsteams zu sein, ist natürlich etwas ganz anderes und eröffnet völlig neue Sichtweisen. Meine Arbeit versteht sich als „work in progress“, die sich kontinuierlich mit dem Wechsel von Perspektiven beschäftigt – nach innen und nach außen. Ich erarbeite meine Ideen nicht am Schreibtisch, sondern in einem lebendigen, dialogischen und partnerschaftlich orientierten Prozess mit Menschen und Organisationen. Nur so haben wir die Chance, eine bedeutsame Identifikation mit dem musealen Raum zu schaffen. Die größte Challenge für alle Beteiligten besteht dann aber in der konkreten Umsetzung unserer Formate.  

In Ihrer Position beschäftigen Sie sich auch mit dem Thema Barrierefreiheit. Was wird hier bereits getan und was ist für die Zukunft geplant?

Inklusion bedeutet mehr als räumliche Barrierefreiheit, die vom Universalmuseum Joanneum ohnehin bestmöglich erfüllt wird. Barrieren beziehen sich nicht nur auf die baulichen Gegebenheiten eines Museums, sie finden sich überall, auch in unseren Köpfen, und manchmal auch dort, wo man sie auf den ersten Blick vielleicht am wenigsten vermutet. Die Kernfrage lautet: Wie schaffe ich Strukturen und Programme, damit Ausgrenzung nicht entstehen bzw. wirksam und nachhaltig abgebaut werden. Barrierefreiheit zu schaffen heißt auch, die Herausforderung anzunehmen, die Perspektive bewusst zu wechseln und möglichst vielfältige und auch niederschwellige Zugänge zum Museum zu gestalten.

"Einfach schauen" - Mit Demenz ins Museum

Kleine Zeitung, Graz, 17.04.2018

 

80 Kulturzeitschrift

Eine Ztg. für junge und junggebl., eigenst. Menschen, 80 Kulturzeitung, Graz, im Februar 2018

"Museum als Sprachlabor"

Gewinnen Sie einen Einblick und erfahren Sie mehr über Museum als Sprachlabor. Angebot für Deutschlernende!

Erfahrungen aus dem Museum für Geschichte

Unser Tipp:

Besuchen Sie unseren Blog!



Hier finden Sie interessante Beiträge zu Inklusion & Partizipation! 

mehr...

Presseberichte

Nutze den rechten Augenblick
Zeitlos, Magazin des Steirischen Seniorenbundes, April/Mai 2018, Seite 55

Inklusion & Partizipation

Universalmuseum Joanneum
8010 Graz, Österreich
T +43-660/1810497
inklusion@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten

Das Programm von Inklusion & Partizipation findet in den Häusern des Universalmuseums Joanneum statt. Bitte beachten Sie die jeweiligen Öffnungszeiten!