Helmut & Johanna Kandl

Wächterhaus

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Eröffnung

2009

Ort

Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark

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Über das
Projekt

Auf subtile Weise setzt diese architektonische Kunstinstallation den Auftrag um, das nahezu vergessene KZ-Außenlager von Mauthausen in Aflenz an der Sulm ins Bewusstsein zu rücken.


Helmut & Johanna Kandl

Wächterhaus

Das Wächterhaus von Helmut & Johanna Kandl ist das Siegerprojekt eines internationalen Wettbewerbs für ein „Denkzeichen", initiiert vom Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark. Auf subtile Weise setzt es den Auftrag um, das nahezu vergessene KZ-Außenlager von Mauthausen in Aflenz an der Sulm ins Bewusstsein zu rücken.

In seiner bei der Eröffnung verlesenen Grußbotschaft beschreibt Bundespräsident Heinz Fischer die Herangehensweise des Künstlerpaares mit einprägsamen Worten: „Ein ehemaliges Wächterhaus als sichtbares Relikt und authentische Erinnerung an Terror, Unmenschlichkeit und Grausamkeit wird durch die künstlerische Bearbeitung auch zu einem Mahnmal zur Wachsamkeit gegenüber heutigen Formen von Menschenverachtung, und gegen die Verdrängung oder Verharmlosung einer schrecklichen Zeit." Bundespräsident Fischer sieht die Bedeutung des Projekts Wächterhaus in einem Werk des Erinnerns, das die Kräfte des ‚Niemals wieder' vor allem auch bei der Jugend herausfordern und stärken solle. Denn: „Die Aufarbeitung der Schrecken des Nationalsozialismus ist nach wie vor eine moralische Aufgabe und ein wichtiges Element der politischen Kultur in Österreich."

Dies betonte auch Landeshauptmann-Stellvertreter Kurt Flecker, der das Wächterhaus der Öffentlichkeit übergab: „Wir brauchen solche Denkzeichen, die uns daran erinnern, wo wir bereits wieder stehen. Denn Schuld gibt es auch heute, wenn sich wer nicht erinnert und wenn nicht gedacht wird, das bedeutet, wenn keine Lehren aus der Vergangenheit gezogen werden."

Ein Akt des ökumenischen Gedenkens wurde durch Gebete von Avshalom Eliassi (Israelitische Kultusgemeinde Graz) und Vater Arseny Chernikin (Russisch orthodoxer Priester) sowie Fürbitten von Hans Ranz (Römisch katholischer Diakon der Diözese Graz-Seckau) und Hermann Miklas (Superintendent der Evangelischen Diözese Steiermark) begangen.


Ein Projekt des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark, realisiert unter Mitwirkung der Marktgemeinde Wagna.

 

Standort: Aflenz an der Sulm, Aflenzer Straße 19, 8435 Wagna

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