(Ge)Denkräume

Mit Gabriele Mackert und Florian Labitsch 

06.11.2026

Bildinformationen

Datum

06.11.2026

Uhrzeit

16:00

Veranstaltet von

Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark

Treffpunkt

Radetzkystraße 8, 8010 Graz

Mit

Gabriele Mackert und Florian Labitsch (Verein für Gedenkkultur)

Kosten

5 €

Anmeldung

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Über die
Veranstaltung

In Erinnerung an die Novemberpogrome 1938 suchen wir Kunstwerke und Stolpersteine im öffentlichen Raum von Graz auf. Dabei stehen experimentelle Formen des Gedenkens jenseits repräsentativer Denkmäler im Mittelpunkt. Die Führung lädt dazu ein, Denk-Räume zu öffnen, gemeinsam über zeitgemäße Erinnerungskultur nachzudenken und historische Themen und künstlerische Positionen miteinander in Beziehung zu setzen.

 

Catrin Bolts Lauftext Mahnmal schreibt sich mit einem erschütternden Zitat des ehemaligen Oberrabiners David Herzog in den Stadtraum ein. Der Text verläuft entlang jener Strecke, die er von seinem Wohnort in der Radetzkystraße 8 bis zum Griesplatz zu Fuß getrieben und auf offener Straße misshandelt wurde. Die fast unscheinbare Figur Der Feuerwehrmann von Peter Roskaric regt dazu an, über Mitverantwortung nachzudenken.

 

Seit 2013 setzt der Verein für Gedenkkultur nach einer Idee des Kölner Künstlers Gunter Demnig in Graz Stolpersteine. Sie erinnern an das Leben jener Menschen, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben, in den Suizid getrieben worden sind oder von „Arisierungs“-Enteignungen betroffen waren.

 

Die Novemberpogrome waren vom NS-Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Jüdinnen und Juden im gesamten Deutschen Reich. In Graz wurden die Synagoge und die Zeremonienhalle am jüdischen Friedhof in Brand gesteckt. Über 300 Jüdinnen und Juden wurden aus ihren Betten geholt, auf die Straße getrieben, gedemütigt und teilweise schwer misshandelt, ehe viele ins KZ Dachau überstellt wurden.