Temporäre Projekte

Manfred Erjautz

Skulpturale Akupunktur / Licht 2017

21.04.-31.12.2017



Ort: Fassade des Akademischen Gymnasiums Graz, Tummelplatz

 

Drei ausrangierte Straßenleuchten finden sich zu einer Skulptur zusammengefasst an einer Hauswand montiert wieder. Am ungewöhnlichen Ort der Fassade des Akademischen Gymnasiums am Tummelplatz wirken sie wie ein „Gewächs urbanen Ursprungs“ (Manfred Erjautz). Die Lampen sind angeschlossen an das Lichtnetz der Stadt. Abends beleuchten sie Fassade und Gehweg, tagsüber formt ihr Schatten ein wanderndes Lichtspiel auf der hohen Schulwand.

 

Die Materialien stammen aus der Stadt Graz. Eine klassische Bogenpeitschenlampe, ein gerader, sich konisch verjüngender Mast mit einer Ovalleuchte im geometrischen Stil der achtziger Jahre und eine traditionelle Stadtparklaterne, deren schmuckreich dekorierter  Mast zu diesem Zweck eigens abgegossen wurde. Das neue Ensemble sprengt das eintönige, aber notwendige Regelmaß der Straßenbeleuchtung und steht insbesondere an einer Schulfassade für eine gelebte Vielfalt im öffentlichen Raum.

 

Das Akademische Gymnasium ist eine der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum. Es wurde 1573 als Jesuitenkollegium im Zuge der Gegenreformation gegründet und diente als Vorstufe zur Universität Graz, die 1585 gegründet wurde. Das heutige Gebäude am Tummelplatz entstand 1890 für das dann so genannte 1. k.u.k. Staatsgymnasium Graz. Das Akademische Gymnasium führt seinen Namen heute als Ehrentitel.

 

Manfred Erjautz, geboren 1966 in Graz, lebt in Wien.

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